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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
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xv - Kapitel.

liehe Farbe an. Schließlich kann nur noch das geübte Auge in der Steppe die ehemaligen Oberflächenformen des Sumpflandes erkennen. Wie diese Umwandlung zustande kommt, werden wir später sehen.

3. Das Makarrikarribecken.

In einem langen, canonartig in dem weißen Kalaharikalk ein­geschnittenen Tale durchbricht der Botletle eine flache Boden­schwelle. Mächtige rote Sandmassen bilden seine Ufer. Bei der Annäherung an das Makarrikarribecken verschwindet der rote Sand und die Oberfläche des Kalaharikalks, in den er eingeschnitten ist, tritt breit und von Sanden fast entblößt, zutage. Diese Kalk­flächen bilden die Oberfläche des Makarrikarribeckens. Es besitzt eine Meereshöhe von etwa 800900 m. In keinem anderen Gebiet der Kalahari tritt der Kalk in so breiten Flächen zutage, nur von dünner Schicht grauen Sandes oder schwärzlichen humosen Bodens vielleicht alten Sumpfbodens bedeckt.

In dem Kalk sind nun wenige Meter tief kleine und große Pfannen eingesenkt, die den Charakter der Kalkpfannen der Sand­felder besitzen und die wir später noch kennen lernen werden. Einige dieser flachen Pfannen besitzen nun aber eine ganz un­geheure Ausdehnung. So ist die Ntwetwepfanne ca. 120i5o km lang und 1020 km breit. Die Ssoapfanne ist etwa 100 km lang und an ihrer breitesten Stelle eben so breit. Der Boden der Salzpfannen besteht meist aus einem salzreichen Kalkschlamm; nur in einzelnen Pfannen kommen wirklich unreine Salzlager vor, die von den Eingeborenen behufs Salzgewinnung benutzt werden. Sehr interessant sind eigentümliche, krustenförmige Verkieselungen, die auf dem Boden einiger Salzpfannen nachgewiesen sind und komplizierter Entstehung sein dürften.

Zweifellos ist das Gebiet der Makarrikarripfanne eines der interessantesten in der ganzen Kalahari, da hier, wie nirgends anderswo, der Kalaharikalk und anscheinend auch die alte viel­leicht tertiäre Oberfläche dieser Ablagerung studiert werden kann. Es ist aber selbst rein topographisch bis zum heutigen Tage nur wenig bekannt. Sicher ist, daß in den östlichen Teilen die Decke des Loalemandelsteins in großer Ausdehnung zutage tritt und den steilen Südrand bei Linokaning bildet. In den westlichen Teilen treten Kalksteine auf, die anscheinend zu den Lydenburger- schichten gehören. Über dem Grundgestein finden sich Sandsteine und Kalke der Botletleschichten und über diesen der Kalaharikalk.