I3 8 xv - Kapitel.
wahrscheinlich ziemlich gleichmäßig verteilt, weil aus den Sümpfen und Flüssen viel verdunstet. Genauere Messungen liegen bisher mit Ausnahme des Owambolandes nicht vor. Entsprechend der großen Feuchtigkeit des Bodens sind die Gesundheitsverhältnisse nicht glänzend. Die Malaria tritt in sehr schwerer Form auf, namentlich im Sambesital und am Kwando. Im Owamboland beträgt die Regenmenge nur 5oo — 700 mm. (Olukonda 576 mm, Namutoni 560 mm.) Da aber das flache Land von den Flüssen überschwemmt wird, ist der Wasserreichtum sehr viel bedeutender, als er nur der Regenmenge nach sein könnte.
Die Vegetationsverhältnisse sind nachWarburg auf Grund der Beobachtungen und Sammlungen Baums folgende. Die Nord- Kalahari gehört wohl der „Südlichen Baobab-Savannenregion" an, allein sie hat doch einen so eigenartigen Charakter, daß sie als besondere Unterregion aufgesucht werden muß. Höchstwahrscheinlich ist es der Sand, der solche Abweichung bedingt. Demnach lassen sich nach dem Standort drei Formationen mit verschiedenem Charakter der Flora unterscheiden.
Im tiefen rötlichen Sande überwiegen in SW. Mopane- buschwälder, in der Mitte solche aus Houtbosh (Berlinea Baumii) und „Gemischte" Wälder mit Copaifera coleosperma, Strychnos, Peltophorum africanum, Burkea africana u. a.
Der graue harte Sand der Sandfelder ist ein Buschwald mit Akazien, Combretaceen u. a. ähnlich der Vegetation des Vley- sandes in der Mittelkalahari.
Schließlich hat einen eigenen Charakter die Vegetation der Fluß täler und Sumpfgebiete, in der sich viele zentral-afrikanische Bäume und Sträucher finden, wie Diospyrus mespiliformis, Gardenia Thunbergii, Bauchinea reticulata, Zizyphus jujuba nebst Akazien.
Grasflächen — Sannas — treten häufig auf. Das wichtigste Gewächs auf diesen ist der Wurzelkautschukstrauch, Carpodinus chylorrhiza.
Die mittlere Ealahari.
Die mittlere Kalahari, die sowohl kartographisch als auch ihrer physischen Beschaffenheit nach am besten bekannt ist, zerfällt in drei, ihrem Charakter nach verschiedene Regionen: Die Steppe, das Okawangosumpfland und das Salzpfannenbecken.
1. Die Steppe
ist ein Sandfeld aus rotem und grauem Sand, von zahlreichen Flußbetten durchzogen, die zum Teil nur klein sind und ganz