Io8 XI. Kapitel.
bis 700 m Meereshöhe steil abbrechende Stufe. Ihre einzelnen Teile besitzen besondere Namen: Roggeveld, Comsberge, Nieuve- veld, Caudeveld und Sneuvberge. Es wird aber zweckmäßig sein, sie mit einheitlichen Namen zu bezeichnen und sie nach der Formation, die sie hauptsächlich zusammensetzt, Beaufortstufe zu nennen. Am Kompaßberg gabelt sich der Plateaurand. Der eine Ast geht in ostsüdöstlicher Richtung auf den Großen Keifluß zu; im Großen Winterberg erreicht er mit 2380 m seine größte Höhe. Es ist eine ebenfalls nach Süden steil abbrechende Stufe, die unter dem Namen Cradokstufe zusammengefaßt sei. (Vgl. Profil 8.)
Südlich der Beaufort-Cradokstufe liegt eine 600—700 m hohe Hochfläche, die sich nach Süden hin gegen das Kapländische Faltengebirge zu senkt, die Große Karru, eine mit einzelnen Rücken und Tafelbergen besetzte, mit rotem, steinigen Lehm bedeckte Hochfläche.
Von dem Kompaßberge streicht die Hauptstufe weiter nach Osten und erreicht auf der Grenze zwischen Kaffraria und Bassuto- land ihre größte Höhe, nämlich 3650 m in dem Mont aux Sources. Sie senkt sich an der Stelle, wo Transvaal, Natal und die Oranje- kolonie zusammenstoßen zu dem i656 m hohen Paß vom Volks- rust hinab, der auch die Grenze zwischen dem Oranje- und Transvaalhochland bildet.
2. Das Bassutohochland. Während im allgemeinen die Hochfläche gegen den Rand hin ansteigt, in der Kapkolonie bis auf 1400 m und bis auf 1700 m in der Nordecke der Oranjekolonie, entwickelt sich im Bassuto- land ein richtiges Gebirgsland, das aus südwest-nordöstlich streichenden und sich verzweigenden Ketten besteht, die alle eine bedeutende Höhe besitzen. Dazu gehören vor allem die 3300 m hohen Malutiberge. Der gesamte Gebirgsrand zwischen dem Kompaßberge und dem Paß von Volksrust könnte mit einem gemeinschaftlichen Namen zusammengefaßt werden: nämlich Storm- bergstufe, da er sich zum größten Teile aus Stormbergschichten aufbaut.
3. Das Stufenland von Kaffraria und Natal. Nach S. und SO. fällt die Stormbergstufe steil ab und bildet das wüde, romantische, an Naturschönheiten reiche Kathlamba- gebirge. An seinem Fuße entwickelt sich ein 800—900 m hohes, niederschlagsreiches, von zahlreichen Flüssen zerschnittenes, bergiges und mit Wald und Steppen bedecktes, fruchtbares Plateau,