Das Burenhochland. j 0 j
Die Küstenebene empfängt weniger Regen, z. B. Mosselbay 410 mm, Uitenhage 400 mm, Port Elisabeth 58o mm, dagegen Grahamstown im Küstengebirge 760 mm und Sommerset-East sogar 779 mm.
Die Vegetation besteht, wie schon früher erwähnt, aus der altertümlichen Kapflora und besitzt den Habitus subtropischer, immergrüner Buschwälder. Stellenweise, wie z. B. in den östlichen Teilen des Faltengebirges, ist dieser Buschwald außerordentlich üppig und dicht, zuweilen sogar waldartig entwickelt. Nach Westen hin nimmt die Vegetation aber sehr ab und die hohen felsigen, aus dem unfruchtbaren Tafelbergsandstein bestehenden Gebirgsketten sind vegetationsarm, steinig und mit gewaltigen Geröllhalden bedeckt. Die Täler dagegen tragen dichtere Vegetation, wenn diese auch nirgends eine große Üppigkeit erreicht.
Das Kapländische Faltengebirge ist von hoher landschaftlicher Schönheit, namentlich imponieren die langgestreckten kahlen steinigen Gebirgsketten, die von den steilen Schluchten der Flüsse durchbrochen werden und im scharfen Gegensatz stehen zu dem anmutigen Grün der Hügellandschaften und der Ebenen in den breiten Talzügen.
Die Oranje-Hochebene mit der Großen Karru und dem Stufenlaad von Kaffraria und Natal.
In vorliegendem Abschnitt werden zweifellos Gebiete vereinigt, die verschiedenen Charakter besitzen, wie z. B. die Hochflächen des Oranjegebiets und das Stufenland von Kaffraria und Natal. Sicherlich ist der Gegensatz zwischen diesen beiden Regionen sehr erheblich, allein die Große Karru nördlich des Kapländischen Faltengebirges vermittelt den Übergang zwischen den beiden so verschiedenen Gebieten. Ganz allmählich entwickelt sie sich nämlich einerseits aus dem Stufenland von Kaffraria, andererseits gewinnt sie aber fast den gleichen Charakter wie die Oranjehochfläche. Geographisch sind beide — Große Karru und Oranjehochfläche — trotz der trennenden Beaufortstufe eine Einheit, außerdem aber auch geologisch. Unter solchen Umständen wird es zweckmäßig sein, das Ganze zusammenzufassen, wenn man auch die Verschiedenheit der einzelnen Teile stets im Auge behalten wird.
Als Nordostgrenze sei gewählt der Lauf des Tugela in Natal, auf der Hochfläche der Fluß von Volksrust und der Lauf des Klipriver und Vaal und des Oranje. Warten eine solche Grenz^v, zweckmäßig ist, werden wir später sehen.