Print 
Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Place and Date of Creation
Page
101
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Da§ Burenhochland. 10I

rakter des Boden die Kalahariformation entwickelt ist, also Busch­steppen uud Grasland. Indessen ist es nicht ausgeschlossen, daß auch die Karruheide mit ihren niedrigen Büschen und Zwiebel­gewächsen weite Strecken einnimmt. In dem abflußlosen Gebiete dürfte das Land recht wüstenhaft sein und es ist sehr wohl mög­lich, daß es seinem Charakter nach noch als ein Teil der Kalahari- steppe aufgefaßt werden könnte.

Das Kapländische Faltengebirge.

Zwischen dem Zoutrevier und der Mündung des Keiskama an der Südostküste erstreckt sich ein Faltengebirge, dessen Nord­grenze anfangs durch die Senke zwischen dem Bokkeveld- und Roggeveldgebirge gebildet wird und dann nach Osten über die Ortschaften LaingsburgPrince Albert Hartebeest Kuil zur Keiskamamündung geht. Das südlich dieser Linie liegende Gebiet zerfällt in zwei Regionen: das westliche Küstenvorland und das eigentliche Faltengebirge.

Das Vorland der Westküste wird im Osten durch eine Linie abgeschnitten, die vom unteren Zoutrevier über Clanwilliam und Paarl zur Falsebay läuft. Es ist eine Ebene mit isolierten, steil aufragenden Bergen, wie z. B. dem Piquetberg, dem Tafel­berg bei Kapstadt u. a. Malmesburyschichten mit intrusiven Granit-

Calvinia Hautam

Olifant R. Bokkeveldberge

i 6 5 / -'-^ v

-2 2 n 6 _^^SK=2=^ES^

L^^^^^

Fig. i.

i. Malmesbury-u. Ibikwa Sch. 2. Tafelbergsandstein. 3. Bokkeveld Sch. 4. Dwykakgl.

5. Ekka Sch. 6. Diabase.

stocken, ferner im Norden Ibikwa- und Nieuverustschichten bilden das Flachland, während die isolierten Bergstöcke aus Tafelberg­sandstein bestehen, der als Rest von ehemals größeren Decken und Falten aufzufassen ist. An der Küste, namentlich an der St. Helenabai und in den Cape Fiats bei Kapstadt, sind auch jung­marine Ablagerungen und Dünensande entwickelt.

Das Faltengebirge zerfällt in zwei Regionen, die ver­schiedenen Charakter tragen und als Innen- und Außenzone unter­schieden werden können. Sie werden durch eine gewaltige Ver­werfung getrennt, den Worcesterbruch, der durch das tiefe Tal des Breede- und Brandrevier schon äußerlich gekennzeichnet wird (vergl. Nr. 6 der Profiltafel). Die Ortschaften Tulbagh, Worcester und Swellendamm liegen auf dieser Verwerfung. Die weitere