Die geologischen Formationen.
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2. Die jüngeren Deckschichten des Burenhochlandes.
Den Kalaharischichten entsprechen zum großen Teil die oberflächlichen Steppenbildungen des Burenhochlandes, nämlich rötliche feine Sande, die im Betschuanenland, im Transvaal und weiter südlich außerhalb des Gebietes der Karruschichten hauptsächlich den Steppenboden bilden. Weiter nach Süden hin gehen diese Sande aber in rote Tone über, die durch Verwitterung der an Ton und Kalk reichen Karruschichten entstanden sind. In der Karrusteppe selbst, also im Innern der Kapkolonie, finden sich rote, äolische Staubböden. Unter den Sand-, Lehm- und Staubablagerungen aber treten in großer Ausdehnung Kalke von weißer bis rötlicher Farbe auf, die meist reich an Sandkörnern sind und hie und da Steppenschnecken umschließen. Es sind einerseits Steppenkalke, wie sie in Salzsteppen, d. h. den Ubergangsregionen zwischen Wüsten und feuchten Steppengebieten durch Ausblühen von Kalk aus dem Boden entstehen, andererseits kommen aber auch in Quellen und Teichen abgesetzte Kalktuffe vor, die in der Pluvialzeit entstanden sind.
Außerordentlich verbreitet sind Schotterablagerungen, die die Flüsse begleiten und 100 und mehr Fuß über dem heutigen Hochwasserstand liegen. Am Vaal bei Barkly West fand man in ihnen nicht nur einen Mastodonzahn, sondern auch andere Knochen von heutigen Säugetieren, die sich aber durch die bedeutendere Größe von denen der heutigen Tiere unterscheiden. In denselben Schottern treten aber auch paläolithische Steinwerkzeuge in großer Zahl auf. Das Zusammenleben von Mensch und Mastodon in Südafrika wäre damit sicher gestellt. Alle diese Schotterbildungen entstammen auch der Pluvialzeit. Auf diese Pluvialzeit soll später besonders eingegangen werden.
Im Bereich des Kapländischen Faltengebirges treten auf Hochflächen, aber auch in Tälern Kieslager auf, die durch Eisenhydroxyd oder Kieselsäure verkittet sind und deren Alter nicht genau festzustellen ist — Highlevel gravels. Es scheint, daß sie zum Teil auf alten Denudationsflächen liegen, die sich, man weiß nicht auf welche Art, durch Abtragung in dem Kapländischen Faltengebirge wiederholt gebildet zu haben scheinen. Schwarz halt sie z. T. freilich für marines Transgressionskonglomerat und die Terrassen für Strandterrassen.