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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
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Die geologischen Formationen. 5y

Tuffen basischer Gesteine ausgefüllt sind. Sie treten in großer Zahl in Südafrika auf. Einige bestehen aus Mellilitbasalt, andere aus Breccien und Tuffen.

Nur eine Abart dieser Tuffschlöte sind die Kimberlitpfeifen, die sich hauptsächlich im Freistaat und Westgrikwaland, aber auch in Transvaal, Groß-Namaland, Matabeleland und selbst in Südwest­afrika finden und die Diamanten enthalten. Für die Entstehung scheint das Vorkommen von älteren basischen Gesteinen, Eklogiten, Peridotiten u. a. maßgebend zu sein, da sich Kohlenstoff, in ge­schmolzenem Olivin aufgelöst und in Form von Diamant abscheidet. Wirtschaftlich sind diese diamanthaltigen Gesteine jedenfalls von der allergrößten Wichtigkeit.

Die Mächtigkeit der verschiedenen Formationen des Binnen­hochlandes, wie sie Hatch u. a. Geologen abgeschätzt haben, ist folgende:

Primärformation ? F.

Witwatersrandschichten 19 000 Ventersdorpschichten 8 000 Transvaalschichten 18 000

Kapschichten 10000 Karruschichten 18 000

73000.

III. Die marinen postjurassischen bis rezenten Ablagerungen.

Von dem Ende der Jurazeit oder dem Beginn der Kreidezeit ab finden sich marine Ablagerungen an verschiedenen Stellen des Küstenvorlandes, das den südafrikanischen Sockel umgiebt, so be­sonders an der Süd- und Ostküste. Sie fehlen aber auch der Westküste nicht. Sie bestehen aus drei verschiedenen Gruppen:

1. Uitenhage-Schichten. Ablagerungen mit einer reichen marinen Fauna liegen in dem Flachlande an der Algoabai und anderen Punkten der östlichen Hälfte der Südküste. Ammoniten, Trigonien, Gervillien und andere Mollusken setzen die Fauna der Uitenhage-Schichten zusammen, eine Fauna, die recht eigenartig und von gleichaltrigen Faunen auf der nördlichen Halbkugel verschieden ist. Die Altersbestimmung war daher auch ziemlich schwierig und man hat lange Zeit ge­schwankt, ob hier noch Jura oder bereits Kreide vorläge. Nach den Untersuchungen von Neumayr dürfte sie aber dem Neocom