Die geologischen Formationen.
nördlichen Regionen stammen. Es scheint fast, als ob wir es hier mit durch Eisdrift entstandenen Ablagerungen zu tun hätten. Das wäre also bereits die zweite, auf Gletschereis zurückzuführende Ablagerung. Die Mächtigkeit des Tafelbergsandsteines wechselt nicht unerheblich, beträgt jedoch durchschnittlich mindestens 65om. Fossilien sind noch nicht gefunden worden.
b) Die Bokkeveldschichten.
Konkordant über dem Tafelbergsandstein liegen Grauwacken, Sandsteine und Schiefertone, die eine sehr viel weichere Beschaffenheit als der Tafelbergsandstein besitzen und daher infolge der Verwitterung und Abtragung Täler und Niederungen bilden. Zum ersten Male finden wir hier eine Ablagerung, welche Versteinerungen enthält und zwar in reichlicher Menge. Sie bestehen aus Mollusken, Brachiopoden, Trilobiten, Seesternen, 'Hufcw Cephalopaden, die denen des Unterdevons in Europa entsprechen.
Die gleiche Fauna findet sich übrigens auch in Brasilien, und da es sich um eine Strandfauna handelt, so muß man annehmen, daß zu jener Zeit Südafrika mit Brasilien direkt verbunden war. \ Die Mächtigkeit der Bokkeveldschichten beträgt mindestens 800 m.
c) Der Wittebergsandstein.
Ohne scharfe Grenze entwickeln sich aus den fossilreichen Bokkeveldschichten helle bis rötliche Sandsteine und Quarzite, die außer spärlichen Pflanzenresten keine Fossilien enthalten. Als Grenzhorizont gegen das Liegende wird von den Kapgeologen eine Bank gewählt, die an Wurmspuren reich ist und mit großer Beständigkeit auftreten soll. Die Pflanzenreste bestehen teils aus Holzstücken, teils aus Abdrücken von Spirophyton. Sie dürften der Steinkohlenzeit angehören. Die Mächtigkeit des Wittebergsandsteins beträgt ca. 800 m.
Die Kapschichten, die insgesamt also über 2200 m Mächtigkeit erreichen, setzen hauptsächlich das Kapländische Faltengebirge an der Südwest- und Südküste der Kapkolonie zwischen dem Olifantfluß im Nordwesten und dem Großen Fischfluß im Osten zusammen. Sie sind dort mit der Primärformation und den Kango- schichten zusammengefaltet und zwar durch einen von Süden und Westen herkommenden Druck. Stellenweise, wie z. B. an den Langebergen sind die Schichten überkippt und überschoben.
Das Verhältnis von Tafelbergsandstein zum Natal- und Water- bergsandstein ist unklar. In Natal liegen diskordant über der Primärformation und konkordant überlagert vom Dwykakonglomerat
Passarge, Südafrika. 4