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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
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48 V. Kapitel.

dann folgten 57 m (188 Fuß) Ton. Der Grund wurde nicht erreicht. Wir haben hier also eine mindestens 140 m tiefe Röhre in solidem Granit, die z. T. mit Salz und Ton angefüllt ist. Wahrscheinlich ist auch der Ton salzhaltig und das oberflächliche Salzlager durch Aus­blühen der Salze von unten zu erklären. Der erste wissenschaft­liche Beobachter, der die Pfanne untersuchte, Professor Cohen, erklärte sie für ein vulkanisches Explosionmaar. Zwar finden sich vulkanische Auswürflinge weder innerhalb des Schlots, noch außer­halb in der Umgebung, indes könnten sie durch Verwitterung und Abtragung längst entfernt worden sein. Andererseits aber gibt es ja auch vulkanische Gasexplosionen, durch welche über­haupt kein vulkanisches Material aus der Tiefe geschleudert wird. Die Erklärung Cohens ist jedenfalls bis zum heutigen Tage die beste und durch die Tiefbohrung erhält sie eine gewisse Stütze.

II. Die paläozoischen und mesozoischen Auflagerungen.

Den bisherigen Formationen aufgelagert, aber noch zum Sockel Südafrikas gehörig, liegen Schichten, die zum Teil Ver­steinerungen führen und deren Alter daher mehr oder weniger sicher festzustellen ist. Zu dieser Gruppe gehören mit die interessantesten geologischen Funde, die gemacht worden sind, die marinen Devonablagerungen, die Ablagerungen der permo- karbonen Eiszeit, die Schichten mit den Dinosauriern. Sie gliedert sich in zwei große Abteilungen: Kapschichten und Karruformation.

1. Die Kapschichten. In der südlichen und südwestlichen Kapkolonie findet sich in großer Ausdehnung eine Formation, die sich aus drei Gliedern zusammensetzt und den Namen Kapschichten erhalten hat.

a) Der Tafelbergsandstein. Im Liegenden finden sich grobe bis feinere, rötliche und graue quarzitische Sandsteine. Vorwiegend sind sie dickbankig entwickelt und die Bänke zeigen eine auffallende Kreuzschichtung. Hier und da sind durch diese Formation eckige Fragmente anderer Gesteine, die durch irgend welche Kräfte aus der Ferne herbeigeschafft worden sein müssen, zerstreut. Uberraschend war die Entdeckung von zwei Schiefertonbändern südlich des Olifantflusses in der west­lichen Kapkolonie durch Rogers und Schwarz. Diese Schiefer­bänder enthalten nämlich, unregelmäßig zerstreut, bis faustgroße, eckige, geschrammte Geschiebe, die soviel man bis jetzt weiß, aus-