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Fortgang der Aufteilung und Kolonisation Afrikas
6. Natal 1843-1872.
Als Natal 1843 dem Britischen Reiche einverleibt wurde, umfaßte die Kolonie das Land zwischen dem Indischen Ozean und den Drachenbergen, zwischen dem Vuffalo River, dem Tugela und dem Umzimkulu. Mit dem nördlich von Tugela hausenden Zulu- tönig Panda, der wie erinnerlich ein Vasall der Buren geworden war, wurde ein Vertrag abgeschlossen, durch den der Zulukönig Striche an der Küste, besonders die St. Luciabai an England zedierte, doch wurde von der Besetzung dieser Gebiete abgesehen. Es war lediglich der Zweck dieses Vertrages, sowohl die Buren wie fremde Mächte an der Erwerbung von Häfen in Südafrika zu hindern. 1865—1866 ist Natal im Süden bis zum Umtamvuna erweitert worden.
1845 gab es in der Küstenstadt Port Natal (Durban) einige hundert Engländer, im Hinterlande weit verstreut ungefähr 400 Farmer holländischer Nationalität. Die britische Verwaltung erkannte die Besitztitel derer an, die bereits in Natal angesessen waren, sofern sie einen ununterbrochenen Besitz ihres Landes von einem Jahr nachweisen konnten; in diesem Falle wurde ihnen ein Anspruch auf 6000 Acres zuerkannt, andernfalls nur 2000 Acres bewilligt. Da aber Teile des von den Buren okkupierten Landes in Lokationen schwarzer Stämme einbezogen werden sollten, ergaben sich große Schwierigkeiten, die dazu führten, daß auch die zurückgebliebenen Buren Anstalten trafen, nach der Hochebene auszuwandern. Sir Harrn Smith glückte es, die Sache in einer den Buren günstigen Weise zu regeln und es dadurch zu erreichen, daß wenigstens einige hundert Burenfamilien im Lande blieben. Dieser Schritt war auch im englischen Interesse durchaus notwendig, da es Natal an Weißen fehlte. 1848 siedelte ein Unternehmer eine Anzahl deutscher Familien in der Nähe von Durban an, insbesondere in der Absicht, den Baumwollbau zu fördern. Dieser Zweck wurde zwar nicht erreicht, aber Natal erhielt auf diese Weise einige hundert tüchtige Kolonisten. Ein englischer Unternehmer bewog 1849—1851 mehrere tausend Engländer und Schotten, die zum großen Teil Handwerker und Kaufleute waren, dazu, nach Natal auszuwandern. Sehr schlechte Erfahrungen machte man auch in Natal mit einer Kolonisationsgesellschaft, die anstatt das Land mit Europäern zu besiedeln, es an Kaffern verpachtete. Im ganzen