Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1913) 1415 - 1870
Entstehung
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Dritter Abschnitt.

Fortgang der Aufteilung und Kolonisation Afrikas vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1870/)

^. Allgemeiner Teil. 1. Neue Gedanken und Anschauungen über Afrika.

Aus der umfangreichen Literatur über die Geschichte der Aufhebung des Sklavenhandels seien hervorgehoben: das grundlegende Werk von luoinÄS lülackgoii, tb<z bistorz? ok tue rise, progrssg, ancl avcomplisbemEiit ot tbs g,do1ition ot tue ^trioan slavs trads dz^ tbs ZZritisIi ?arliarll.ertt, 2 Bände, I^onäon 1808, ein Werk geschrieben von einem der führenden Abolitionisten, das auch Quellen­wert beanspruchen kann. Die späteren Bemühungen Englands um die Aufhebung des Sklavenhandels behandelt Garnes ZZaridinel, sorve Ävczount on tbe trg,ds io. slavss trom ^kric^, I.vn6oii 1842. Von neueren Werken seien erwähnt: die scharfsinnige, aber einseitige Abhandlung von Franz Hochstetter, Die wirtschaft­lichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/7. Staats- und Sozialwissenschaftliche Forschungen herausgegeben von Schmoller und Sering, Band 25, Heft 1. Leipzig 1905 und LurZba,r6b Du Lc>is, Lupprsssion c»t tbs atrioari sls-vetraclö to tbe Uriitecl Ltas-tes c>t ^rokriea. H^rva-rcl liistorieal stu6ie3, Band 1 ^lev ^orlc 1896. Hochstetter und Du Lois geben ausführliche bibliographische Nachweise.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts waren die europäischen Kolonien in Afrika vorwiegend unter Zwei Gesichtspunkten ge­wertet worden, als Stationen auf dem Mege nach dem Osten und als Einkaufsplätze für Sklaven. So sehr der erste Gesichtspunkt noch bis zur Gegenwart fortwirkt, ist der zweite im Laufe des 19. Jahrhunderts völlig in Wegfall gekommen, und damit haben die Anschauungen über das Wesen und den Wert der Kolonisation Afrikas eine vollkommen neue Gestalt angenommen.

Die große Bewegung gegen den Sklavenhandel, ja in letzter Linie gegen die Sklaverei überhaupt, geht in ihren Wurzeln beinahe bis an die Anfänge der Ausnutzung der Negersklaven für die Zwecke der europäischen Kolonisation zurück. Der Gedanke, daß die Sklaverei etwas dem Christentum und der Humanität Widersprechendes sei, war nie ganz ausgestorben, und es lassen

') Vgl. S. 34, Anm. i.