Die englischen Kolonien im Atlantischen Ozean
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Die Insel wurde bis 1834 von der Englisch-Ostindischen Compagnie verwaltet und ist seitdem eine Kronkolonie geworden.
Um etwaige Versuche zur Befreiung Napoleons zu verhindern, hielt es die britische Regierung 1815 für geboten, auch die im Atlantischen Ozean gelegenen und bis dahin herrenlosen Inseln Ascension und Tristan da Cunha zu okkupieren und mit Garnisonen zu belegen. Ascension ist auch nach Napoleons Tod als Flottenstation des westafrikanischen Geschwaders beibehalten worden, Tristan da Cunha dagegen ist schon 1817 wieder geräumt worden, doch blieben damals einige wenige Leute zurück, deren Nachkommenschaft bis zum heutigen Tage die Insel bewohnt. Weder Ascension noch Tristan da Cunha haben irgendwelchen wirtschaftlichen Wert besessen^).
VI. Engländer und Holländer in Südafrika 1795—18722).
^ Eine sehr wichtige Quellengruppe sind die gerade für Südafrika außerordentlich zahlreichen Reisebeschreibungen. Eine ziemlich vollständige Aufzäblung derselben mit kritischen Bemerkungen gibt Ibeal in der llistor^ ot Loutn ^ti-ic-g, Kinos 1795, Band 3, S. 395ff. Einige dieser Werke enthalten vornehmlich naturhistorische und ethnographische Beschreibungen, wie z. B. William ZZnrcbeU, ^ravels in ins Intorior c»t Loutbsrn ^.trios., 2 Bände, I-onclon 1822, andere wenden den Missionen ihr Hauptinteresse zu. wie z. B. die beiden Bücher des Geistlichen ^obn (?g,invoe11, li-avsls in Lontn ^triea, London 1815 und ?i'3,ve1s in Lontn ^trioa iseoond journez?), 2 Bände, London 1822. Für die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse sind am wertvollsten: ^obn Larrov, an aooount ot travelg into tue Intsrior ot Loutbein ^triea, 2 Bände, London 1801—1894; Ködert ?er(zivg,l, an aocount ot tue Osps of (Zood Hops London 1804, diese beiden sehr tendenziös gegen die holländischen Kolonisten. Ferner ist zu nennen das sehr wertvolle Reisewerk des Deutschen (des späteren Berliner Museumsdirektors) Hinrich Lichtenstein, Reisen im südlichen Afrika, 2 Bände, Berlin 1811-1812, größtenteils polemisch gegen Barrow und entschieden parteiisch für die Buren. Durch große Objektivität zeichnet sich das Werk des Engländers (Zsor-zs Ibompson, Iravels and adventureg in Loutbsrn ^triva, London 1827 aus. Die Verhältnisse der Eingeborenen behandelt freilich in einseitiger und tendenziöser Weise ^obn ?1iilip, Kssearebss in Loutn ^triva, 2 Bände, Lonclon 1828. Namentlich über die Besiedlung der Ostprvvinz unterrichten I. ^V. v. Uoodis, ?en z^sars in Loutn ^trioa, 2 Bände, London 1835 und Pringle, südafrikanische Skizzen (deutsch in den Reise- und Länderbeschreibungen älterer und neuerer Zeit, Band 9, Stuttgart und Tübingen 1836). Aus den 60 er und 70 er Jahren seien genannt: Gustav Fritsch, 3 Jahre in Südafrika, Breslau 1868 und Ernst von Weber, 4 Jahre in Afrika, 2 Bände, Leipzig, 1878, sehr wichtig für die Zeit der Entdeckung der Diamanten.
1) Aber Fernando Po, das auch zeitweilig unter britischer Verwaltung gestanden hat, vgl. unten S. 301 f.
2) 1872 ist gewählt mit Rücksicht aus die Einführung parlamentarischer Regierung am Kap. Der Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte Südafrikas war bereits das Jahr 1867.