Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1913) 1415 - 1870
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dischen Ozean gehörte den Engländern Mauritius, die Seychellen und Rodriguez, den Franzosen die Madagaskar vorgelagerten Inseln S. Marie, Nossi-B6, Nossi Comba, Nossi Mitsiu und Mayotte. Von den Festlandskolonien waren die meisten nur Küstenkolonien und reichten nur wenige Meilen ins Innere hinein. Eine Ausnahme bildeten die französischen Besitzungen in Algerien und am Senegal, Portugiesisch Angola, die Kap­kolonie, Natal, und die ganz kontinentalen Burenstaaten. Der weitaus größte Teil Jnnerafrikas war noch unokkupiert, unge­heure Regionen waren den Europäern noch völlig unbekannt.

L. Die einzelnen Kolonien.

Die französischen Kolonien. I. Die Eroberung und Kolonisation Algeriens 1830-1870.

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Aus der schier unübersehbaren Algier-Literatur sei zur allgemeinen Orien­tierung auf ?. I^erov-Leaulieu, l'^IZeris et 1a luvisie, 2. Auflage, ?aris 1897 und namentlich auf das treffliche Werk von Ns-uriee Ws-bl, 1'^IZeris 5. Auflage Paris 1908 hingewiesen. Für die Vorgeschichte der Eroberung kommen als Quellen einige Memoirenwerke der Restaurationszeit, wie die Neiuoires du daran <ü,'Ha,us8S2, ?^ri3 1897 und das -lournsl cl'uu luinistre von Oueruvn- RauviUe Caen 1874 in Betracht. Eine Darstellung der Vorgeschichte gibt Nette- ineut, Histoire cls lg, eouciuete cl'^IZer, ?arig 1836, die diplomatischen Verhand­lungen behandelt ^eau Darev, ?rs,uee st ^ußleterrs, eeut s,uri6es 6s rivalits eo1ouig.1e, ?a.ris 1904. Für die militärischen Ereignisse ist das Haupt­

werk die Geschichte der Eroberung Algeriens von <üs,nMs Rousset, deren einzelne Teile verschiedene Titel haben: I^s, eouciuete cl'^lAsr, ?s,ris 1880, I^e voruruenes- rueut cl'uus eonguets 18301840, 2 Bände, Paris 1887 und I.» oonHusts cls I^IZ^ris, 2 Bände, Paris 1889. Sehr wichtig wegen des darin enthal­tenen Quellenmaterials ist das sonst unkritische und parteiische Buch von H. cl'Iclsvills, 1e mareotml LuZss.u6, 3 Bände, Paris 188183; auch das Buch von OerrseaZs-ix, 1s ruareong-I ?elissisr, ?g.ris 1911, enthält wichtige Mit­teilungen über die Geschichte der Eroberung Algeriens. Für die Kolonisation und Verwaltung Algeriens in der Zeit der Julimonarchie sind von hohem Interesse die einschlägigen Teile der Memoiren Guizots (besonders Band 7), sowie der der Deputiertenkammer 1847 erstattete Bericht Mexis 6s loociusville's in dessen Oeuvres eoruxleteg, Band 9, 422613. Die Geschichte Algeriens von 1852 bis 1868 behandeln die Neruoirsg ciu luarsetial cle Kauclou, ?g,ris 1876. Für die Kenntnis der Kolonialpolitik Napoleons III. sind seine beiden offenen Briefe vom 6. Februar 1863 (gedruckt in dem unten zitierten Werke von Anton) und vom 20. Juni 1866:I^ettrs sur lci. xoliticzus cls la. Uraues su HIZsris, aclrsssss xg.r 1'IZiuxereur au ruareobal cls Nae Älauou, ?s.ris 1866", von großer Bedeutung. Eine Monographie der Kolonialpolitik des Kaisers wäre eine sehr dankenswerte Arbeit. Eine Übersicht der Kolonisationsgeschichte Algeriens verdanken wir dem Jenenser Nationalökonomen E. K. Anton, Französische Agrarpolitik in Algerien, Leipzig 1893 (für die älteren Teile im wesentlichen wiederholt in französischer