Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1913) 1415 - 1870
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Fortgang der Aufteilung und Kolonisation Afrikas

4. Die englischen, dänischen und holländischen Niederlassungen an der Goldküste 18001871.

3-) Die englischen Kolonien bis 1842.

Die Engländer besaßen am Beginn des 19. Jahrhunderts folgende Stationen an der Goldküste: Apollonia, Dwcove, Se- condi, Commenda, Cape Coast Castle, Annamabo, Tantumquerry, Winnebah, Fort James in Accra und Prampram; dazu kam noch eine befestigte Faktorei in Whydah an der Sklavenküste. Von diesen waren einige völlig zerstört, andere in sehr schlechtem Zu­stand, und nur Diicove, Cape Coast Castle, Annamabo und Fort James kommerziell und militärisch noch von einiger Bedeutung. Die englischen Niederlassungen lagen mit den niederländischen bunt durcheinander, mitunter gab es an ein und demselben Orte eine englische und eine holländische Faktorei, in Accra sogar ein eng­lisches, ein holländisches und ein dänisches Fort; obwohl die Eng­länder, ebenso roie die Holländer auf die Häuptlinge und Bewohner der bei den Forts gelegenen Ortschaften Einfluß hatten, so erstreckte sich ihre Jurisdiktion nur auf das von den Wällen ihrer Festungen umschlossene Gebiet, nicht aber auf die Eingeborenen in den Küsten­orten, geschweige denn auf das Hinterland. Die Faktoreien und Forts an der Goldküste hatten auch in der Hauptsache dem Sklaven­handel gedient; nach dessen Verbot beschränkte sich der Export auf Gold und Elfenbein, die gegen europäische Fabrikate ausge­tauscht wurden. Irgendwelche Bodenerzeugnisse kamen nicht zur Ausfuhr; solange der Sklavenhandel geherrscht hatte, war kein Wert auf die Förderung der Landwirtschaft gelegt worden, und auch jetzt war an die Anlage von Kulturen in größerem Umfang nicht zu denken, ehe nicht das flache Land der europäischen Herr­schaft unterworfen und vor den Einfällen räuberischer Eingebore­ner sichergestellt war. Obwohl der Handel der Goldküste nach der Abschaffung des Sklavenhandels sehr abgenommen hatte, hielt die englische Regierung es doch für geboten, die Forts zu behaupten, und der Afrikanischen Handelsgesellschaft, welche die Verwaltung der Kolonie bis 1821 geführt hat, eine Summe von jährlich 23 000 L für die Erhaltung der Forts zu bewilligen.

Am Beginn des 19. Jahrhunderts zeigte sich schon die Gefahr, die beinahe das ganze Jahrhundert hindurch das größte Hinder­nis für die Entwicklung der Eoldküstenkolonie gewesen ist: die Aschantis. Ihr Reich, im Hinterlande der Goldküste gelegen,