Niederschlags 1908.
37
VI
II III
53-5 24.2
4- 7
0.7 0.5 1.2
0.3 o
5- 1 o
o
35-7 0.9
0.2
0.8
o
o
o
o o
I96.1 122.8
0.5 I9.6
o
0.3 0.4
o o o
o
5-i
6.2 17.0 8.8 0.7 1.0 4-9
T.2 O
O
VII
6.0
8.8
9.2
0.2
0.1
o
o
o
o
III
33.4
10.9
7-1
0.2
0.2
o
o
o
o
44-5
o
17.1
VIII
57-7 22.7 47.8
r.6
0.4
o
o
o
7-i
5-2 o
0.2
O.I
7-9 2.0 o
3-3
III
o
2-5 0.2 0.2 0.2 o
0.2 o
67.6!
4-7 91.0
IX
o
16.5 o o
12.7 o
2.4
o
o
4.0
o o o o
0.2 o
III
o
4-7
o
o
3-2
o
3-5 o
o
o 1
0.6 1.9
5-7 2.5 9.0
6.5 4-9
4.0 34-2 o
o
X
II
23-9 9.6
12.8 9-9 5-2 2.4 1-5 o
o
20.1
o
o
11.6
III
O.I
I.I 10.0 o
I. 7 2.5
3 5 o
o o o
o
II. 8
XI
o
11.2 16.8
9-i 34-8
8.6 28.1
o
o o
7-4
o 27-5
3.o
4-i 39-4
0.8 32.2
o
o o o
III
52.0
77.8
57-5 28.7 38.0 23.6
37 20.9
17-3 4-i 40.9
151-1
65. 41. 30. 47. 75- 39. 27. o
8.
i7' 10,
36.3
XII
11
III
5-9
53- 4 92.7
58.1 86.4
54- 2 59-3
o
90.2 76.5
13.6 162.7
22.4 52.9
75.0; 107.2
S6.7
70.3 94.1 107.1 86.6 98.6 90.8 116.3
Kapitel V. Vegetation.
(Vgl. die Karte 5.)
Jm Verein mit der Bodenfiguration verleiht die Vegetation einer Landschaft charakteristisches Gepräge und mehr oder minder eigentümlichen Reiz; das Fehlen jeglichen Pflanzenwuchses dagegen erweckt, ebenso wie eintönige Wiederholung einer bestimmten Vegetationsformation, das Gefühl der Trostlosigkeit und Öde.
Reichen Wechsel und mannigfaltige Verteilung der Florengebiete besitzen die Randlandschaften des Njassa. Ihnen kommt in erster Linie zugute, daß ein stark bewegtes Relief eine Schichtung und ein Ineinandergreifen verschiedener Vegetationsgürtel zur Folge hat. Gegensätze der Temperatur, noch mehr der Niederschlagsmenge und -Verteilung, und nicht zuletzt der Bodenarten in klimatisch gleichgestellten Gebieten, schaffen ein Pflanzenkleid von wechselndem Aussehen.
Zwei Gegensätze treten vor allen Dingen in die Erscheinung: Gebiete, die im Regenschatten liegen — gewöhnlich die Nord- und Osthänge der Gebirge —, wechseln mit solchen, denen die herrschenden Südwinde vom See aus große Mengen atmosphärischer Feuchtigkeit abgeben. Regenreich ist vor allen Dingen das Kondeland, das Niederschlag in genügender Weise das ganze Jahr hindurch erhält. Große Wassermengen fallen in den dem Njassa benachbarten Teilen der Hochländer in ihren oberen Regionen. Regenarm ist besonders Urambia und das Ruhuhutal, sind die Hochländer jenseits der Njassarandketten. Aber auch die Ab
nahme der Wärme mit der Höhe — von den tropischen Temperaturen der Grabensohle bis zu den kühlen, nicht immer von Frost verschonten Gipfeln, der Gegensatz zwischen den geringeren täglichen Temperaturschwankungen unten und den größeren oben — macht sich, wenn auch nicht in so ausgedehntem Maße wie der Niederschlag, in der Flora bemerkbar. Unterschiede in den Bodenqualitäten verändern dann dieses durch das Klima vorgezeichnete Vegetationsbild, Kontraste verschärfend oder mildernd. In das Bereich der hohen Temperaturen gehören die megathermen Floren, bald hygrophilen, bald xerophilen Charakters. Die obere Grenze ihrer Verbreitung erreichen sie zwischen 1700—2000 m. Sie werden in dieser Höhe von mesothermen hohen und niederen Vegetationsformationen abgelöst, die bis zu Meereshöhen von 2700 m (Waldgrenze) bzw. 2900 m hinaufgehen. Uber dieser Zone ist eine alpine Polstervegetation heimisch.
Alle tiefer gelegenen Landschaften des Njassa besitzen eine megatherme Vegetation, bald hygrophilen, bald xerophilen Habitus'. Relativ nur wenig hebt sich das untere Kondegebiet über den Seespiegel. Es ist Alluvialland, das häufig zur Regenzeit unter Wasser steht. Grassteppe mit vereinzelten Büschen von Zizyphus jujuba, Gymno- spora buxifolia und Allophylus africanus z. B., zieht längs des Lufira flußaufwärts. Große Strecken Unter-Kondes sind versumpft. Auf ihnen gedeiht der Ambatsch (Aeschynomene elaphroxylon) (97, p. 216).