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Kamerun
1. Generalsanitätsbericht über die Kaiserliche Schutztruppe für Kamerun für das Berichtsjahr 1901/02.
(Erstattet vom Stabsarzt I)r. Heuermann.)
Kranken-Zu- und Abgang, a. Deutsche Militärpersonen.
A. Krankpiiziigang.
Im Berichtsjahr 1901/02 betrug der Krankenzugang für weiße Angehörige der Schutztruppe für Kamerun bei einer Iststärke von 85 Köpfen 233 Mann = 2744 %o der Iststärke, von denen 180 = 2117 % 0 in Lazarett-, 49 — 577 %o in Revier-, 4 — 47 °/oo in Revier- und Lazarettbehandlung waren. Die gleichen Zahlen für das Vorjahr lauten: 340 = 4415 °/ 00 in Lazarett-, 56 = 727,3 % 0 in Revier-, 2 — 26 0 / 00 in Revier- und Lazarettbehandlung.
1 )er Bestand aus dem Vorjalire belief sich auf 4 Lazarettkranke, so daß die Gesamtsumme der Behandelten 237 betrug. Diese beanspruchten im ganzen 2720 Behandlungstage, davon 2280 im Lazarett und 440 im Revier; demnach waren täglich 6,3 Mann lazarett-, 1,2 Alaun revierkrank, zusammen also 7,5 Mann, = 88,2 °/o 0 , und betrug die Behandlungsdauer eines Falles durchschnittlich im Lazarett 12,6, im Revier 8,98 Tage, auf alle Fälle zusammen bezogen 11,47 Tage.
Im Vergleich zum vorigen Jahre stellt der jetzige Rapport eine sehr wesentliche Verminderung des absoluten Krankenzugangs fest.
Diese Abnahme betrifft hauptsächlich die Malaria, bei der der Rapport eine Abnahme von über die Hälfte an Zugängen nachweist. Diese Abnahme ist wohl sicher der immer mehr durch- geführten Chininprophylaxe zuzuschreiben.
Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. 1905/00.
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