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doch der Erlöser im kirchlichen Sinn des Worts gewesen sein, ist recht eigentlich auf ihn zurückzuführen. Indem also Strauß eine Kritik des schleier- macherschen Lebens Jesu unternahm, trug er seine schneidigen Waffen zugleich in das Bollwerk, hinter dessen schützenden Mauern die modcrngläubige Theologie Zuflucht gegen das Andrangen der Wissenschaft sucht. Ist auch der letzte Versuch gescheitert, den kirchlichen Christus dem Geist der modernen Weit annehmlich zu machen,,so wird man sich nicht länger der Wahrheit verschließen können, welche Strauß in den Worten ausspricht: „Es geht ein für allemal nicht mehr. Wir sehen heutzutage alle Dinge im Himmel und auf Erden anders an als die neutestumentlichen Schriftsteller und die Begründer der christlichen Glaubenslehre. Was die Evangelisten uns erzählen, können wir so, wie sie es erzählen, nicht mehr für wahr, was die Apostel glaubten, können wir so, wie sie es glaubten, nicht mehr für nothwendig zur Seligkeit halten. Unser Gott ist ein anderer, unsere Welt eine andere, auch Christus kann uns nicht mehr der sein, der er ihnen war. Dies zuzugestehen ist Pflicht der Wahrhaftigkeit; es läugnen oder bemänteln zu wollen, führt zu nichts als Lügen, zur Schriftverdrchung und Glaubcnsheuchelei. Aufdringliche Vermittlungsversuche, wo Zwei einmal nicht mehr zusammengehen können, führen nur zu tieferer Erbitterung; ist die Auseinandersetzung vollzogen, daß sie einander frei gegenüberstehen, so ist fortan gar wohl ein freundliches Verhältniß möglich. Sobald wir uns nicht mehr zumuthen, die Schrift anders als wie ein menschliches Buch zu behandeln, werden wir sie in allen Ehren halten können; sobald wir uns das Herz fassen, Jesus wirklich in die Reihen der Menschheit zu stellen, wird ihm unmöglich unsre Verehrung, unmöglich unsre Liebe fehlen können."
W. Lang.
Die Universität zu Rostock.
3.
Das Lehrerpcrsonal der Universität besteht zunächst aus 24 ordentlichen Professoren, von denen 4 der theologischen, 5 der juristischen, 6 der medicinischen und 9 der philosophischen Facultät angehören; sodann aus 4 außerordentlichen Professoren (einem der medicinischen, 3 der philosophischen Facultät) und 7 Privat- docenten (2 der medicinischen, ö der philosophischen Facultät), im Ganzen also