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1915: 1911/12 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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Krankendienst.

50t)

3. In der Rubrik »Chinesen« sind alle erkrankten nicht ein­heimischen Farbigen, wie Malayen, Tagalen, Inder und sonstige Südsee­insulaner aufgezählt, da diese in ihrem Verhalten manchen Krank­heiten gegenüber sich wesentlich von den hiesigen Eingeborenen unter­scheiden.

4. In der Rubrik »Im ganzen behandelt« konnte Bestand und Zugang nicht durch ein + -Zeichen getrennt werden, da außer in den Nachweisungen von Rabaul und Herbertshöhe diese Zahlen in eine zusammengezogen waren.

5. In der Rubrik »geheilt« sind in Rabaul, Herbertshöhe und Käwieng auch die anderweitig Entlassenen aufgeführt, in Xamatanai und Friedrich-Wilhelmshafen dagegen nicht.

Bei der Rubrik »gestorben« ist nichts besonderes zu erwähnen, da diese in allen Nachweisungen richtig ausgefüllt ist.

Zieht man von den Endzahlen in der Gesamtnachweisung die in Namatanai und Friedrich-Wilhelmshafen ambulant behandelten Far­bigen ab, 113 (Namatanai) und 324 (Friedrich-Wilhelmshafen), so er­gibt sich, daß in den Gouvernementskrankenhäusern einschließlich Friedrich-Wilhelmshafen in Summa 3 501 farbige Kranke an 7b 281 Yerpflegungstagen behandelt sind.

Die Zahl der poliklinisch behandelten Farbigen beträgt in Summa 2 004 Kranke außer Herbertshöhe, wo die ambulanten Kranken nicht gezählt sind.

Wie die Kranken sich auf die einzelnen Plätze verteilen, ergibt sich aus der Tabelle auf Seite 28. Zu berücksichtigen ist hierbei, daß die Arztstelle in Namatanai nur 4 1 /., Monate besetzt war.

18. Tätigkeitsberichte der großen Krankenanstalten.

a. Europäerkrankenhaus in Rabaul, Namanula.

Das Europäerkrankenhaus stand vom 1. April bis Mitte August iqii unter der Leitung des Herrn Dr. Wiek, seitdem unter der des Herrn Dr. Kopp. Es wurden insgesamt behandelt 85 Kranke mit 1 125 Behandlungstagen. Hiervon waren Angestellte des Gouverne­ments: 22 mit 27b, Private: 58 mit 77t), und Kinder: 5 mit 73 Be­handlungstagen. Im Bestand waren am 1. April 1911: o Kranke. Es wurden geheilt entlassen: 7b, anderweitig 5, es starb 1, es blieben im Bestand: 3. Chirurgische Eingriffe wurden vorgenommen: 15 in Nar­kose, 7 ohne Narkose. Von 3 Geburten verliefen 4 spontan, einmal war Entwicklung des Kindes mit der Zange notwendig.

Die übrigen Krankheitsfälle sind in der »Nachweisung« über die kranken Europäer mit aufgeführt.

Der Besuch des Krankenhauses war in den verschiedenen Monaten verschieden stark, am schwächsten im November, am stärksten vom Januar bis März. Durchschnittlich waren 3 Betten belegt.