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III. Togo. C. Palime.
rechten Halsseite entfernt, von welchem Lipomzapfen bis tief in die Nackenmuskeln hinein sich erstreckten. Ein Tumor der Mamma eines jungen Mädchens erschien herausgeschält als Adenofibrom, eine Diagnose, die die mikroskopische Untersuchung in der Heimat bestätigte.
Von Fällen chirurgisch zu behandelnder Tuberkulose verdient ein Fall von Gibbus bei einem Kinde Erwähnung, der in einer improvisierten Rauchfußschen Schlinge gelagert wurde. Bei einem anderen, sehr chronischen Falle des gleichen Leidens, der schon zu Paraplegie beider Beine geführt hatte, erschien jede Therapie aussichtslos.
Die Wahrscheinlichkeitsdiagnose auf bösartige Geschwülste wurde in mehreren Fällen gestellt, jedesmal bei schon vorgeschrittener Metastasenbildung, so daß eine sichere Heilung durch Operation nicht mehr versprochen werden konnte. Nur dann aber willigt der Farbige in eine Operation ein.
Innere Medizin.
Es sind in erster Linie einige Fälle von Nervenleiden des kindlichen Alters erwähnenswert, welche im allgemeinen zu den Kulturkrankheiten gerechnet werden, ein Fall von ausgesprochenem Pavor nocturnus und ein Fall von Stimmritzenkrämpfen. Ausgesprochene Fälle von Hysterie und Neurasthenie sind nicht selten.
Die Fälle von Filaria Loa stammten wieder ausnahmslos aus Kamerun, hingegen scheint ein verwandter Wurm, die Onchocerca volvulus, an der hiesigen Küste erworben zu werden, wenigstens wurde ein ganz frischer Fall von wandernden Würmern dieser Art bei einem Soldaten beobachtet, bei dem es gelang, aus einem Abszeß ein ganzes weibliches Exemplar dieses Tieres zu entwickeln und aus diesem einige bisher noch unbekannte Daten aus der zoologischen Beschreibung des Wurmes zu ergänzen. (Beschrieben im Archiv für Schiffs- und Tropenkrankheiten, Januar 1912.)
Zum Bericht des Vorjahrs ist als Berichtigung hier hinzuzufügen, daß es sich bei der dort eingehender beschriebenen chronischen Eiterung an den Zahnwurzeln um sogenannte Alveolarpyorrhoe (nicht “Pyelitis) handelt.
C. Palime.
(Berichterstatter: Regierungsarzt Dr. Simon.)
I. Allgemeines.
1. Sanitätspersonal.
Der regierungsärztliche Dienst wurde vom 1. April bis 18. September 1911 von Regierungsarzt Dr. Sünder, vom 18. September bis 1. Januar 1912 vom Arzte der Schlafkrankheitskommission Hr. Engelhardt, vom 1. Januar bis 31. März 1912 von Regierungsarzt Dr. Simon versehen.