Jahrgang 
1915: 1911/12 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
119
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Gesundheitsdienst.

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hat und den Urin nicht auf Bilharzia untersuchte, der bei meinen Untersuchungen mit einbegriffen ist, kann hier keine Vergleichung stattfinden :

Kamerun Ostafrika

Ankvlostomum.

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Ascaris .

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Strongyloides.

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Trichocephalus .

. 45, 2 » ,

10 9

12. Tätigkeit wissenschaftlicher Anstalten.

a. Tätigkeit des ärztlichen Laboratoriums in Daressalam.

Berichterstatter: Oberarzt Dr. Sch recke r.

Das Personal des ärztlichen Laboratoriums bestand im Berichts­jahr aus i Arzt als Leiter, i europäischen Laboratoriumsgehilfen, i Sanitätsunteroffizier, 2 Schwestern, 2 (ioanesen und 25 Farbigen. Davon waren die 2 Schwestern, 1 Goanese und 8 Farbige ausschließ­lich im Dienst der Malariabekämpfung tätig, das übrige Hilfspersonal stand für die anderen praktisch-hygienischen Arbeiten dem Leiter zur Verfügung.

Die Tätigkeit des Laboratoriums bestand in folgendem :

1. Malariabekämpfung und Maßnahmen gegen die Mückenplage,

2. Pestabwehr und Leichenschau,

3. Lymphbereitung,

4. öffentliche Gesundheitspflege in Daressalam,

5. Untersuchungen im Laboratorium,

6. Sektionen.

Zu 1. Die Malariabekämpfung stand in Daressalam im Berichts­jahr unter der Leitung eines Arztes, der gleichzeitig die Leitung des ärztlichen Laboratoriums innehatte und zeitweilig auch den abwesenden Tierarzt vertreten mußte.

Es wurde nur Innenstadt und Villenviertel einer dauernden Malaria­kontrolle unterzogen, auf die Außenstadt wurde mit Rücksicht auf die Fluktuation der Eingeborenen und die damit verbundene Schwierigkeit der Chinin Verabreichung und Kontrolle gänzlich ver­zichtet. Jährlich 1 mal wurden sämtliche Europäer auf das Vorhanden­sein von Malariaparasiten untersucht. Über die erfolgte Feststellung gibt die in Anlage 9 beigefügte Tabelle Aufschluß. Bei den ermittelten Parasitenträgern wurde stets die Chininkur eingeleitet und unter Europäeraufsicht nach Möglichkeit 3 Monate lang durchgeführt. Die Verabreichung blieb dieselbe wie früher.

Neben dieser Methode der Malariabekämpfung wurde der Beseiti­gung der Mückenplage ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nach den im Vorjahre ausgeführten Grundsätzen wurde wieder jeden Nachmittag die Stadt systematisch auf Mückenbrutplätze durchsucht, die dann nach Möglichkeit beseitigt wurden.

Zu 2. Die Pestabwehr wurde nach den bisherigen Prinzipien auch im Berichtsjahr durchgeführt. Täglich wurden 210 Rattenfaller