Jahrgang 
1907: 1905/06
Entstehung
Seite
430
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B. Kamerun.

B. Krankenabgang.

Von sämtlichen 238Krankheitsfällen gingen 230 als dienst­fähig ab, = 96,6 c fc (gegen 93,2 % im Vorjahr), 2 starben = 0,84 % der Krankheitsfälle oder = 2,38 % der Iststärke (gegen 1,8 % bzw. 4,76 0c) und 4 Fälle = 1,68 c /( kamen als anderweitig in Abgang.

Die beiden Todesfälle waren durch eine aknte hämorrhagische Nierenentzündung bzw. durch eine Schnßverletznng herbeigefülirt.

Von den anderweitigen Al)gängen wurden 1 in ein Erholungs­heim beurlaubt, 1 von einer Innenstation zur Küste gesandt, und 2 als tropendienstunfähig nach der Heimat befördert. Außerhalb militärärztlicher Behandlung wurden noch 2 wegen aufgehobener Tropendienstfähigkeit nach der Heimat gesandt.

Mithin wurden im Berichtsjahr überhaupt tropendienst­unfähig 4 Personen = 4,76 r /c der Iststärke.

4 deutsche Militärpersonen schieden im Laufe des Berichts­jahres als ganzinvalide aus. Sie sind ziun Teil im laufenden, zum Teil bereits im vorigen Berichtsjahr als anderweitig in Abgang gebracht worden.

b. Farbige.

A. Kraiikeiizugang.

Zu einem Krankenbestand von 30 Köpfen im Lazarett aus dem Vorjahr kamen im Laufe des Berichtsjahres 1646 Krankheitsfälle in Zugang, was bei einer Iststärke von 974 Köpfen 1689 °/ 00 der­selben bedeutet (bei 1721 °/ no im Vorjahr).

Von den Zugängen wurden behandelt im Lazarett 1241 = 1274,1 °/ 00 der Iststärke, im Kevier 385 = 395,3 °/oo und im Laza­rett und Kevier 20 = 20,5 °/ 00 .

Sämtliche aus Bestand und Zugang sich ergebenden 1676 Krankheitsfälle nahmen eine Behandlungsdauer von 17 714 Tagen in Anspruch, wovon auf die Behandlung im Lazarett 13 640 und die im Kevier 4077 Tage entfallen.

Ein Krankheitsfall erforderte demnach durchschnittlich eine Behandlungsdauer von 10,5 Tagen überhaupt (gegen 13,5 im Vor­jahr), bzw. von 11,1 Tagen im Lazarett und 10 Tagen im Kevier.

Auf den Kopf der Iststärke entfallen durchschnittlich 18,1 Behandlungstage, davon 14 Tage im Lazarett, 4,1 im Kevier.