Krankheiten der Gruppen VIII, X u. XII. — Farbige: Krankheiten d. Gruppei. 13
Farbige.
Im Farbigenhospital waren am 1. April 23 Kranke im Bestand. J)er Zugang betrug 57ti Kranke, in Summe wurden 509 Patienten behandelt.
512 Kranke wurden geheilt entlassen.
Es starben an Malaria 2, Kulir 14, Ak. Gelenkrheumatismus 1, infolge von hinzugetretenem Herzfehler an allgemeiner Erschöpfung 1, Lepra 1, Schlafkrankheit 2, Folgen von Verschüttung (Erstickung) mit Erschütterung und starker Quetschung des ganzen Körpers 1, Lungenentzündung 5, Herzschwäche infolge von Verblutung 1, eingeklemmtem Bruch 4, chron. ITnterschenkelgeschwür (hinzugetretene Blutvergiftung, allgem. Erschöpfung) 1, Zellgewebsentzündung 2, Hieb- und Schnittwunden 1, in Summe 30 Kranke.
Anderweitig kamen 20 Kranke ungeliebt zur Entlassung wegen Leiden, die nur durch eine längere Hospitalbehandlung oder auch trotz einer solchen nicht behoben werden konnten (zumeist wegen Lepra). Die betreifenden Kranken wurden, da es hier leider noch kein Lepraheim gibt, ungeheilt in ihre Heimat entlassen.
Im Bestand bleiben am 31. März 1900 im Farbigenhospital 32 Kranke.
Die Zahl der Behandlungstage betrug 10 050.
Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug IG,8 Tage.
Täglich wurden 27,5 Kranke im Hospital verpflegt.
Gruppe I. Infektionskrankheiten und allgemeine Erkrankungen.
Nr. 1. Pocken.
1 Mann war im Bestand. Die 4 Zugangstalle stammten von außerhalb. 1 Mann wurde im Zustande tiefster Erschöpfung' von .Missionsangehörigen an der Straße liegend aufgefunden und dem Hospital zugeführt. Hier wurden Pocken festgestellt und der Ki’anke in einer zu diesem Zwecke außerhalb der Stadt erbauten Hütte unter strenger Bewachung- isoliert. Typische, langdauernde Erkrankung - . Die drei anderen Fälle gingen später zu. 2 Leute, die sich außerhalb Dualas angesteckt hatten, waren Arbeiter (Träger) von Duala-Händlern. Der letzte Fall betraf einen Jungen, der weiter flußaufwärts im Innern bei einem farbigen Faktoristen als Boy beschäftigt war. Schon erkrankt, entlief er von dort und suchte in Duala bei seiner Familie Unterkunft. Erst nach energischer Deklamation lieferten die Angehörigen den Kranken an das Hospital ab.