Schwarzwasserfieber. — Malariabekämpfung.
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Der dritte Kranke (Goanese) befand sich seit 6 -Jahren in der Kolonie und hatte schon mehrfach an Schwarzwasserfieber, zuletzt vor zwei -Jahren, gelitten. Er wurde in vollkommen benommenem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Er war angeblich Tags vorher an Schwarz Wasserfieber erkrankt, nachdem er drei Gelatine-I£apscln mit je 0,2 Chinin genommen hatte. Die Körper- wänne betrug 40,5. Im Blut fanden sich wenig mittlere Tropenringe. Der Puls war schwach, zeigte 06 Schläge in der Minute. Es wurde Coffein 0,2 injiziert. Der Ivranke starb bereits -P/t Stunden nach der Aufnahme unter den Zeichen der Herzschwäche.“
6b. Malariabekämpfung.
I. Tanga.
Bald nach Eintreffen der für diesen Zweck hier stationierten Schwester — im Mai 1005 — wurde mit der Malariabekämpfung begonnen. Es nahmen außerdem an den Arbeiten dauernd die Frauen-Schwester, da dieselbe für ihre eigentliche Tätigkeit nur wenig in Anspruch genommen wurde, und soweit es ihre Zeit erlaubte, die beiden für die Krankenpflege und als Vorsteherin der Küche bestimmten Schwestern teil.
Es wurde in diesem Jahre nur die eigentliche Stadt, begrenzt durch den Bahndamm, in Arbeit genommen. Zu dem Behufe wurde die Stadt in drei Bezirke eingeteilt, welche die Malariaschwester bearbeitete; die Schule, die evangelische Mission und einen kleinen Stadtteil, den sogenannten Bananenwald, untersuchte die Ilebammenschwester.
Es wurden von jeder Person je zwei Präparate gemacht, die Färbung geschah mittels Giemsalösung. Außerdem wurden bei den Kindern Untersuchungen auf Milzschwellungen vorgenommen. Alle, bei denen Malariaparasiten gefunden wurden oder die Milzschwellung aufzuweisen hatten, wurden 3 Monate lang mit Chinin behandelt, und zwar erhielten sie die Medizin an zwei aufeinanderfolgenden Wochentagen. Die oft recht enormen Milztumoren mit dreimonatlicher Chininbehandlung zu beseitigen, ist unmöglich ; es wurde daher nach einer einmonatlichen Kur eine zweite und wenn nötig eine dritte Chininkur angeschlossen. Aber selbst dann gelang es nicht immer, normal große Milz wieder zu schaffen, wenn auch in allen Fällen ein erhebliches Zurückgehen der Tumoren und eine erhebliche Besserung des Allgemeinbefindens zu konstatieren war.