Anlage IV. Deutsch-Ostafrika.
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2. Evangelische Misstonen.
a) Evangelische Missionsgesellschaft für Deutsch- Ostafrika.
Stationen: Dar-es-Salam. 1 Kapelle und
1 Schule in Dar-es-Salam. Schülerzahl 12. Getaufte Eingeborene 5, Taufbewerber 19.
Tanga mit den Außenstationen Muensange und Zoari. 1 Kapelle in Tanga und Muensange, 1 Schule in Tanga. Schülerzahl 56. Getaufte Eingeborene 40, Taufbewerber 30.
Kisarawe. Die Station hat ihr zwei- bezw. dreistöckiges Haus nunmehr erbaut. In der Tischlerwerkstatt arbeiten 2 Gesellen und 2 Lehrlinge, als Mauerer 1 Geselle und 2 Lehrlinge, in der Buchbinderei 1 Lehrling. Dank der guten Besetzung, 2 Missionare und 2 Laienbrüder, konnte auch dem Schulwesen eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Vor Allem wurde eine Mittelschule ins Leben gerufen. Aus Kisarawe, Manoromango und den verschiedenen Außenstationen wurden die besten Schüler ausgesucht und in Kisarawe unterrichtet. Auch die, welche am Nachmittag dann ihrerseits in der Volksschule als Lehrer thätig sind, nahmen des Vormittags am Mittelschulunterricht Theil. Die Mittelschule zählt 27 Schüler, die Volksschule auf der Station selbst 28 Knaben und 26 Mädchen.
An Außen-(Neben-)Stationen hat Kisarawe:
1. Sungwi mit verheirathetem Lehrer und 22 Schülern.
2. Gogo - - - - 24 -
3. Kibuegere-Masaki mit 7
4. Kitonga - 6
5. Mkongore - 13
6. Msimbaji bei Pugu - 9
Christen zählt Kisarawe inkl. der Außenstationen 149, dazu 46 Katechumenen.
Maneromango (in Usaramo). Im Januar 1901 wurden zu den 4 Christen 22 durch die Taufe hinzugethan, so daß in Maneromango 26 Christen sind. Manche Kinder gingen unter der strengeren Ordnung von der Station, so daß am 1. April 27 Knaben und 7 Mädchen die Schule besuchten. Der Unterricht in der Suahelisprache erstreckte sich auf biblische Geschichte, Lesen, Schreiben und Rechnen.
In dem vergangenen Berichtsjahre haben sich die Kreise der evangelischen Missionsarbeit in Usambara bedeutend erweitert.
Auf den 4 Hauptstationen Hohenfriedeberg, Mtae, Wuga, Bumbuli fanden zahlreiche Meldungen zum Unterricht in Gottes Wort statt, und wenn auch aus der großen Schaar der Katechumenen manche zum Theil in Folge des Widerstandes der heidnischen Verwandtschaft, zum Theil in Folge der eigenen Unreife wieder in das Heidenthum zurückgetreten sind, so stehen doch am Schluß des Jahres noch recht viele — in Wuga 150 — in Hohenfriedeberg 50 — im vorbereitenden Unterricht und suchen sich öfter unter nicht unbedeutenden Kämpfen zu der Anbetung des wahren Gottes hindurchzuringen. Taufen haben auf allen Stationen stattgefunden, in Hohenfriedeberg erweiterte sich der Kreis der Getauften auf 186, in Wuga auf 43, in Mtae auf ca. 25, in Bumbuli auf 9.
Auch in Mbaramo, an der Nordspitze des Gebirges, wo unser erster Katechist aus dem Waschamba-Volke seit 2 Jahren arbeitet, konnten die ersten Katechumenen nach langem Unterricht getauft und zu einer kleinen Gemeinde zusammengeschlossen werden. Das innere Leben der jungen Christengemeinden steht zumeist noch in der Anfangsentwicklung.
Schulen: Im Durchschnitt werden auf jeder Hauptstation 60 Schüler, Knaben und Mädchen, unterrichtet. Im Allgemeinen muß man sagen, daß die Waschamba langsam