V. Deutsch-Neuguinea. C. Friedrich-Wilhelmshafen.
Poliklinisch wurden 9 Kranke behandelt.
Außerhalb der ärztlichen Behandlung starben 6 Europäer, 1 Schwester der Katholischen Mission an Lungentuberkulose, 1 Bruder angeblich an Leberabszeß, 2 Männer ertranken bei einem Schiffsunglück, 1 wurde von Eingeborenen erschlagen, 1 endete durch Selbstmord (Schuß).
Geburten sind 7 zu verzeichnen, 4 Knaben, 3 Mädchen. Nur bei einer Entbindung war ärztliche Hilfe möglich, während die anderen an weitentfernten Plätzen ohne ärztlichen Beistand gut verliefen.
im Bestand 27 Kranke, zu denen im Laufe des Jahres 418 in Zugang kamen. Von den 445 Kranken wurden geheilt 356 = 80 %, gebessert bzw. in die Heimat entlassen wurden 21 = 4,6 °/ 0 . Es starben 29 Kranke = 6,4 °/ 0 . Es blieben im Bestand am 31. März 1911 41 Kranke. Die Zahl der Verpflegungstage betrug 12 588.
400 Kranke entstammten den verschiedenen Teilen Neu- Guineas, 27 waren Malaien, 16 Chinesen, I war aus Yap, 1 aus Fidschi.
74 Kranke gehörten dem Bezirksamt an, 350 der Neuguinea- Kompagnie, 12 gehörten zu Missionen oder Privaten, 9 waren freie Eingeborene. Wie sich die Todesfälle auf die verschiedenen Krankheiten verteilen, ist aus dem Zahlenrapport ersichtlich (Anlage 6).
Poliklinisch wurden 314 Kranke behandelt; der größte Teil dieser Kranken litt an Hautkrankheiten und Unterschenkelgeschwüren und gehörte bis auf 10 dem Bezirksamt an.
Die in den Anlagen 1 bis 7 beigegebenen Nachweisungen geben die Zahl und Art der beobachteten Krankheiten getrennt bei Europäern und Farbigen nach den einzelnen Stationen an, Herbertshöhe, Rabaul, Friedrich-Wilhelmshafen sowie die Gesamtzahl der Todesfälle bei Europäern und deren Ursachen.
In Herbertshöhe kamen bei Europäern zur Behandlung: 62 Fälle unter 218 Gesamterkrankungen = 28,5 °/ 0 .
In Rabaul:
61 Fälle unter 233 Gesamterkrankungen = 26,3 °/o-
B. Farbige.
In dem hiesigen Hospital der N. G. C. blieben am 1. April 1910
5. Statistik.
6. Kasuistik.
I. Infektions- und allgemeine Erkrankungen.
1. Malaria.