V. Deutsch-Neuguinea.
(Berichterstatter: Medizinalrat Dr. Wendland.)
1. Sanitätspersonal.
Von den 4 Regierungsarztstellen des Schutzgebietes wurden Herbertshöhe vom Berichterstatter, Rabaul von Dr. Wiek das ganze Berichtsjahr hindurch versehen; in Friedrich-Wilhelmshafen war vom 11. April 1910 ab Oberstabsarzt Dr. Liesegang tätig. In Kaewieng versah den Dienst bis Mitte Dezember 1910 Dr. Runge, sodann Dr. Kopp bis Anfang April 1911.
Von Sanitätsgehilfen waren im Dienst des Gouvernements beschäftigt: 2 in Rabaul und je einer in Herbertshöhe, Kaewieng,
Kieta, Morobe, Eitape. Ferner sind noch 9 Fleilgehilfen im Dienst von Firmen und Missionsgesellschaften angestellt, 5 im Bezirk Herbertshöhe, 2 in Kaiser-Wilhelmsland, einer in Peterhafen auf der Insel Witu, einer auf der Insel Maronn (westliche Inseln).
Vom Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien waren 2 Schwestern im Krankenhause für Europäer in Herbertshöhe, eine in Friedrich-Wilhelmshafen das ganze Jahr hindurch tätig, eine vierte in Rabaul von Anfang Januar 1911 ab.
(Nach der Anfang April 1911 erfolgten Eröffnung des Europäer-Krankenhauses in Rabaul ist eine Schwester von Herbertshöhe nach Rabaul abgegeben, so daß jetzt in Rabaul 2 Schwestern, in Herbertshöhe nur eine stationiert sind.)
2. Iststärke.
Die Iststärke der weißen Bevölkerung betrug am 1. Januar 1911 im Bismarck-Archipel 509 Personen, von denen 404 auf den Bezirk Rabaul kommen. Etwa die Hälfte dieser Personen ist in dem Teil des Bezirkes ansässig, der durch den Arzt in Herbertshöhe versorgt wird.
In Kaiser-Wilhelmsland wurden 239 Weiße gezählt, von denen 196 im Bezirk Friedrich - Wilhelmshafen wohnen, und zwar 116 Männer, 52 Frauen, 28 Kinder.