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1910: 1908/09 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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B. Ostkarolinen (Ponape). Das Krankenhaus in Ponape.

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B. Ostkarolinen (Ponape).

(Berichterstatter: liegierungsarzt Dr. Girschner.)

Berichterstatter ist von seiner Urlaubsreise erst in den letzten Wochen des März 1909 in Ponape wieder eingetroffen. Die ärztliche Tätigkeit während des Berichtsjahres hat Regierungsarzt Dr. Schnee ausgeübt.

Das Krankenhaus in Ponape.

Im Laufe des Berichtsjahres wurde die melanesisclie Polizei­truppe in das bisherige Krankenhaus hineinverlegt und an Stelle dessen das Arbeiterhaus zur Unterbringung von Kranken eingerichtet. Dazu wurde in der Nachbarschaft noch ein neues Haus errichtet, in dem Kranke untersucht und behandelt werden, auch die Medikamente und Instrumente aufgestellt sind, sowie ein Arbeiterhäuschen zuer­worben, das zu Isolierzwecken dient.

Das jetzige Krankenhaus, früher Arbeiterhaus, ist ein ein­stöckiger, auf Steinpfeilern ruhender Holzbau, mit Wellblech gedeckt, die inneren Decken sind mit Holz verschalt. An drei Seiten verläuft ringsherum eine Veranda von 2 m Tiefe. Der Grundriß des Gebäudes hat die Gestalt eines länglichen Vierecks; die Vorderfront ist, einschl. Veranda, 17,40 m, die Seitenfront 10 m breit. Das Gebäude selbst hat eine Tiefe von 8 m und eine Breite von gut 13 m, und ist durch zwei parallel mit der Seitenfront verlaufende Bretterwände in drei Räume geteilt. Der rechte dieser Räume hat eine Breite von 3,30 m, der mittlere von 6,60 m, der linke von 3,10 m. In diesem letzteren wohnt der Krankenhausdiener; eine querverlaufende Bretterwand trennt aber noch von ihm einen 2,90 m tiefen Verschlag ab.

Da das Krankenhaus lediglich für die Unterbringung von Ein­geborenen bestimmt ist, sind keine Betten aufgestellt. Europäer könnte man etwa hier 14 bis 15 unterbringen. Eingeborene etwa drei­mal so viel.

Das neuerbaute, für die Behandlung der Kranken bestimmte Haus ist ebenfalls ein auf Steinpfeilern errichteter Holzbau, mit Well­blech gedeckt. Seine Länge beträgt 9 m, seine Breite 6m; er ist ringsherum mit einer Veranda umgeben, die an drei Seiten 2,20 m, an der vierten 3 m tief ist. Die Höhe beträgt 3y 2 . m.

Außerdem steht noch für Unterbringung von ansteckenden Kran­ken ein früheres Arbeiterhäuschen, das von der Regierung zu diesem Zweck angekauft ist, zur Verfügung. Hier können etwa 10 Einge­borene Unterkunft finden; als Aufenthalt für Europäer ist es weniger geeignet. Das Grundstück, auf dem es steht, ist ringsherum mit einem Stacheldrahtzaun eingehegt.

In der Nähe des Krankenhauses liegt noch ein Kochhäuschen, ein Raum, in dem Leichen aufbewahrt werden können, und ein Abort.

Europäer wurden im ganzen behandelt 35 an 74 Tagen im Kran-

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