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1910: 1908/09 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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Verteil, d. Sanitätspersonals. Krankenbeweg. Gouvernements-Krankenanst. 171

III. Gouvernements-Krankenanstalten.

a. Regierungshospital Duala.

Europäer. Im Bestand waren am 1. April 1908 10 Europäer. Es gingen zu 212, so daß trotz weiterer Zunahme der weißen Bevöl­kerung im abgelaufenen Jahre eine entsprechende Steigerung der Krankheitsziffer (208 im vorigen Berichtsjahr) nicht zu verzeichnen

ist. Vom Zugang entfallen auf die einzelnen Berufe:

Gouvernementsbeamte.46

Schutztruppenangehörige.13

Marineangehörige. 9

Seeleute der Handelsmarine.16

Angestellte des Bahnbaus.49

Missionsmitglieder.2

Sonstige Privatleute (Kaufleute, Pflanzer usw.) . . 77

Eine wesentliche Veränderung in der prozentualen Beteiligung der einzelnen Berufe an der Krankenziffer ist gegen früher nicht zu beobachten.

Die einzelnen Monate beteiligen sich am Krankenzugang

wie folgt:

April.

. . 16

Oktober.

. 16

Mai.

. . 21

November ....

. 14

Juni.

. . 29

Dezember ....

. 20

Juli.

. . 20

Januar .

. 14

August . . . .

. . 13

Februar .

. 10

September . .

. . 17

März.

22

Das Maximum mit 29 Zugängen entfällt demnach auf

den Juni,

das Minimum mit 10 auf den Februar. Der Märzmonat, die Höhe der heißen Zeit, der im vorigen Berichtsjahre sogar die meisten Zugänge lieferte, erscheint immerhin an 2. Stelle, während der früher über­wiegende Einfluß der Regenzeit (in Gestalt der höchsten Zugangs­ziffern vom Juli bis Oktober) sich auch diesmal, wie schon in den letzten 3 Jahren, nicht mehr ausprägt.

Von den Zugängen wurden entlassen als geheilt 190, es starben 8; anderweitig gingen ab 15. Im Bestände verblieben am Schluß des Berichtsjahres 9.

Die Todesfälle waren bedingt: Einmal durch Typhus, einen Post­beamten treffend, der zur Ausführung von Arbeiten an einer Tele­graphenleitung außerhalb Dualas im Waldgebiet arbeitete und dort erkrankte; dreimal durch Schwarzwasserfieber. Hiervon entfällt ein Fall auf einen beim Bahnbau Angestellten, zwei auf englische Kauf­leute in Jabassi; einmal durch Lungenlähmung; zweimal durch Leber­abszeß. Hieran ist ein Beamter aus Duala und ein Kaufmann aus Jabassi beteiligt; einmal durch Syphilis mit festgestellten Neubildun­gen am lymphatischen Apparat des Rachens, wobei nach Art des Ver­laufs und Endes auch das Vorhandensein solcher im Kleinhirn ange­nommen wurde. Über diesen und die erwähnten Fälle finden sich unter den Besprechungen der einzelnen Krankheiten noch weitere Angaben.