II. Kamerun
A. Ärztlicher Teil.
I. Verteilung des Sanitätspersonals.
Das Medizinalwesen des Schutzgebietes gliedert sich in das der Zivilverwaltung angehörige und das der Kaiserlichen Schutztruppe.
Nach dem Etat standen zur Verfügung:
a) an Regierungsärzten: je 1 für Duala, Victoria, Kribi, Jaunde, Edea, Bamönda, Bare, Lolodorf, 1 als Reisearzt;
b) an Militärärzten: 1 Oberstabsarzt als Chefarzt, 0 Stabsärzte, 8 Oberärzte und außerdem 1 Oberarzt zur Jola-Croßsclmellen-Grenz- expedition abkommandiert.
Von europäischem Personal wurden außerdem verwendet:
a) beim Zivilsanitätswesen: 2 Lazarettinspektoren, 1 Verwalter des Sanatoriums Suellaba, 3 Heilgehilfen, 5 Pflegeschwestern vom Deutschen Frauen verein vom Roten Kreuz für die Kolonien;
b) beim Militärsanitätswesen: 1 Sanitätsfeldwebel, 1 Sanitätsvizefeldwebel, 7 Sanitätssergeanten, 12 Sanitätsunteroffiziere.
An farbigem Personal waren außerdem vorhanden:
Vertragsmäßig angestellte Heilgehilfen: Davon für das Regierungs-Hospital in Duala 12, Victoria 5, Kribi 2, Jaunde 2, außerdem für die Stationen Lomie 2, Lolodorf 2, Jabassi 1, Edea 1, Buea 1.
Sanitätskolonnen waren errichtet für Duala, Victoria, Kribi und J aunde.
Durch Beurlaubungen, Krankheiten, Vertretungen erfolgte ein häufiger Wechsel in der Besetzung der Stellen.
II. Krankenbewegung.
Im ganzen Schutzgebiet haben während des Berichtsjahres 5501 Personen, ausschl. der am Schlüsse des Berichtsjahres in den Bezirken Lomie und Dume auftretenden Epidemien (Ruhr, Pocken) und ausschl. aller nicht in Regierungs-Hospitälern behandelten Angehörigen der Schutztruppe, ärztliche Hilfe nachgesucht. Davon waren 794 Europäer und 4707 Farbige. Der Krankendienst wurde in den Regierungs-Hospitälern Duala, Victoria, Kribi, den Stations-Krankenstuben und den öffentlichen Polikliniken ausgeübt.
Über ihre Tätigkeit berichten die einzelnen Anstalten folgendes: