h 5. Jahrgang Nr. q
Der Vortrupp
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tb. Februar Mb ^
§ Lserausaegeben von vr. Beriiiann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutuant a. D.
H Hans paasche, Berlin. — verantwortlicher Schriftleiter: I>i-. pliil. R. Kraut, Hamburg.
Mitteilungen
des Deutschen Vortrupp-Bundes
In zwangloser Reihenfolge (von Gktobcr bis Nlai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zum „Vortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde ^ herausgegeben von der 1 1
^ Geschäftsführung des „Deutschen Vortrupp-Bundcs"
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Inhalt» Rückschau auf die Arbeit des Deutschen Vortrupp-Bundes während der Ariegszeit (Fort
setzung). — Aus der Vortrupp-Arbeit.
Rückschau auf die Arbeit des Deutschen Vortrupp-Bundes während der Kriegszeit 1W/15.
(Fortsetzung.)
Linon besonderen Umfang nahm bei der Anskunfterteilung die Nachfrage nach den verschiedenen Lebensreformvereinigungen Deutschlands an. Auch hier zeigte sich die zur Tat anfeuernde Einwirkung des „Vortrupp". Manche Leser wünschten nun auch praktisch für die Ausartung unseres Volkes mitzuwirken und zunächst diejenigen Kräfte kennen zu lernen, die sie nach ihrer Überzeugung am besten zu unterstützen vermöchten. Bei diesem Zweige der Auskunfterteilung zeigte sich gleichfalls der Mangel eines zuverlässigen Anschriften- verzeichnisses aller deutschen Vereinigungen für die verschiedenen Zweige der Lebensreform und Volksaufartung, das nach dem Kriege von der Geschäftsstelle des Deutschen Vortrupp-Bundes einmal zusammengestellt werden soll. Die verschiedenen Vereinigungen ^ haben gewiß durch die erteilten Antworten und die gebotenen hinweise eine Anzahl sehr tüchtiger neuer Mitglieder erhalten. Die stärkste Nachfrage war nach Vereinigungen für Lrnährungs- und allgemeiner Lebensreform, nach Nüchternheitsvereinen, nach vereinen für Bodenreform, für Betätigung im Sinne des Dürerbnndes und für Schulreform.
Recht häufig war die Inanspruchnahme der Geschäftsstelle durch Nachfragen über
geeignete Bezugsquellen für gute Nahrungsmittel im Sinne unserer Anschauungen, für Kleidung und Wäsche usw. Soweit der Anzeigenteil des „Vortrupp" darauf antworten konnte, wurde auf diesen verwiesen. Diese Anfragen zeigen, wie wertvoll es für weite Kreise tüchtiger Geschäftsleute ist, sich des „Vortrupp" für ihre Anzeigen zu bedienen, und unsere Freunde tun gut, darauf ständig bei den ihnen nahestehenden Geschäften und Fabrikanten hinzuweisen. Sie fördern dadurch sehr wesentlich auch die Sicherstellung des „Vortrupp".
Manche Anfragen an die Geschäftsstelle zeigten auch, daß man zuweilen an sie etwas reichlich weitgehende Forderungen zu stellen sich berechtigt sah, wenn man von ihr u. a. eine Zusammenstellung einer guten Brautausstattung im lebensreformerischcn Sinne verlangte, wenn man ihr Kriegs-Kochanwei- sungen zum Ausproben übersandte oder von ihr forderte, hier und da Versammlungsstätten nach Grundsätzen der im „Vortrupp" dargelegten Geselligkeit zu errichten und manches andere mehr. Der Geschäftsführer hat sich zwar bemüht, auch in solchen Fällen die Anfragenden an geeignete Stellen zur Erfüllung ihrer wünsche zu verweisen, er wäre aber erfreut, wenn man in dieser Beziehung sich etwas größerer Zurückhaltung befleißigen könnte.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß manche der im „Vortrupp" gemachten Anregungen unsere Mitglieder zu reger Betätigung drängen. Die Frage der Kriegerheimstätten ist von den meisten Mitgliedern sofort als eine sehr dringliche angesehen worden, und es hat in fast allen