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1916: 1916
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-..Jahrgang Nr. 2 Dev V 0 v t v U P p tk. Januar M6

herausgegeben von vr. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. Hans ssaasche, Berlin. verantwortlicher Schriftleiter: vi-. M1. N. Kraut, Hamburg.

Mitteilungen

Ar. 1

des Deutschen Vortrupp-Bundes

In zwangloser Reihenfolge (von Oktober bis Mai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zumVortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde

herausgegeben von der i ir"

Geschäftsführung desDeutschen Vortrupp-Bundcs"

Inhalt. Rückschau auf die Arbeit des Deutschen Vor­trupp-Bundes während der Ariegszeit

Aus der Vortrupp-Arbeit»

Rückschau auf die Arbeit des Deutschen Vortrupp-Bundes während der Ariegszeit

Die ernste Kriegszeit macht es unmöglich, gegenwärtig schon an die Abhaltung des zweiten deutschen Vortrupptages zu denken.

Deshalb gibt der Geschäftsführer auf mehrfach geäußerten Wunsch an dieser Stelle einen gedrängten Bericht über die während der Kriegszeit vom Deutschen Vor­

truppbunde geleisteten Arbeit.

von den Beziehern desVortrupp", die sich im Deutschen Vortruppbunde zwanglos zusammengeschlossen haben, um besonders kraftvoll für die Verbreitung der durch unsere Halbmonatsschrift gegebenen Anregungen und Gedanken einzutreten, stehen jetzt rund zwei­tausend im Heeresdienste für unser Vater­land. Ihre Mitarbeit an den Aufgaben unseres Bundes ist zurzeit fast ganz aus­geschaltet. Daher sind auch die meisten Vor­truppgruppen gezwungen, mehr oder weniger die planmäßige Arbeit einzustellen. In einer Neihe Ortsgruppen fehlen sämtliche männ­lichen Mitglieder, und die Zurückgebliebenen halten es für besser, Linzelarbeit zu treiben, so gut es jeder vermag. Line starke Lähmung haben die zahlreichen Verluste an treuen, be­geisterten Mitstreitern herbeigeführt. In jeder Nummer derMitteilungen" mußten wir Nachricht davon geben, und doch konnten nur die wenigsten Namen unsrer tapferen gefalle­nen Helden mitgeteilt werden. Die Geschäfts­führung hat oft erst nach längerer Zeit ihre

Namen erfahren, wir wissen alle, nicht besser können wir ihr Andenken ehren, als wenn wir in ihrem Sinne doppelt zu wirken suchen. Aber es bedarf keiner Begründung, daß bei vielen unter uns die Zeit erst die Wunden ver­narben lassen kann, die uns der lange Krieg geschlagen hat. Nicht von heute auf morgen konnte auch die Ablösung für so manchen treuen, von uns gerufenen Posten erlangt werden. Und wenn in einigen Orten anschei­nend die vortruppbcwegung stillsteht, so darf darin nicht etwa ein Zeichen von Mutlosigkeit gesehen werden. Zahlreiche Zuschriften zeigen immer wieder, daß nach dein Kriege überall eine unermüdliche Tätigkeit entfaltet werden wird, um nun auch jenes starke neue Vater­land zu erhalten, für das so viele Tausende tapferer Deutsche mutig ihr Leben eingesetzt haben. Ts ist nicht gut möglich, auch nur in kleinen Auszügen von der zukunftsfrohen Hoff­nung in den zahlreichen Briefen an den Ge­schäftsführer etwas mitzuteilen. Aber die Tat­sache wird unser Aus- und Durchhalten uns leichter machen, daß viele treue Freunde zu uns stehen und auf denVortrupp" und seinen Einfluß bauen für die Tage, die vor uns liegen.

Daß eine Anzahl vortruppgruppcn trotz der Einberufung so vieler Mitglieder, trotz herber Verluste und schwerer Hemmnisse auch die ganze Kriegszeit hindurch den Zusammen­hang zwischen den Mitgliedern mit Erfolg auf­recht zu erhalten bemüht gewesen ist, zeigen die ständig veröffentlichten Berichte. Fünf neue vortruxpgruppen: Apolda, Gießen, harburg, Oldenburg und Bad Sachsa konnten während der ernsten Kriegszeit begründet werden und eine größere Zahl Vortruppgruppen versuchen gegenwärtig, sich soweit wieder auszugestal-