— 3I1
Kambazembi starb leider Mitte 1903 als Heide. Kurz vor seinem Tode ließ er alle europäischen Kleider uud Decken, die er hatte, von seinem Lager entfernen und sich mit seinen heidnischen Fellen bedecken. Er wollte als ein Hcrero sterben. Die Gemeinde wnrde Anfang 1904 gleich allen andern Gemeinden mit in den Aufstand hineingezogen nnd nach dem Gefecht im Angnst 1904 zerstreut und in die Omaheke getrieben, wo viele umkamen.
Die schöne, gesegnete Arbeit ist durch den Aufstand vernichtet worden, nicht ohne Schuld leider der Schwarzen wie der dort wohnenden weißen Händler. Den Leuten wurde wie überall eine Menge Sachen anf Schuld gegeben. „Im Januar 1903 hatten die dort wohnenden Händler bei Kambazembi und den umliegenden Werften mit aller Energie und Rücksichtslosigkeit die Schulden eingetrieben nnd die ansehnliche Snmme von 20 000 M. an
Häuser eingeborner Lhristen in Ktjozondjupa.
Vieh eingebracht." Ans Anlaß dessen kam es zwischen Kambazembi, der für die Schulden seiner Angehörigen Zahlung hatte leisten müssen, und einigen Viehpostenhaltern zu ernsten Streitigkeiten. Kambazembi nahm den Leuten mit Gewalt ihr Vieh weg. All diese Dinge erfüllten diese mit solchem Haß gegen die Händler, daß sie Rache übten nnd Anfang Jannar 1904 eine Anzahl schuldiger und unschuldiger Händler ermordeten.
Ornburo.
Omburo ist die achte Hererostalion. Der Grund zu ihr wurde im Jahr 1876, am 16. Mai, von Missionar Dannert gelegt.
Als Missionar Viehe, Beiderbecke und ich den Platz, der uns als einer der besten und schönsten geschildert worden war, einige Jahre vorher besichtigten, fanden wir zwar nicht die gehoffte Schönheit, wohl aber, daß sich der Platz für eine Missionsstation als Bindeglied zwischen Omaruru und dem