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Die Herero : ein Beitrag zur Landes-, Volks- und Missionskunde / von J. Irle
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Hoffnungen Anlaß. Ende 1903 zählte die Gemeinde 605 Getaufte, 250 Abendmahlsberechtigtc, 152 Taufbewerber und 90 Tagesschiller. Dannert konnte berichten, daß es freudig vorangehe und auch auf den drei Außen- stationen sich immer mehr Leute zur Taufe meldeten. Eine erfreuliche Tat­sache war die, daß der Distriktschef Franke das Branntweintrinken und die Unsittlichkeit mit bekämpfen half und dem Missionar eine wesentliche Hülfe

Uirchc in Gmaruru.

war. Die Gemeinde hatte bis dahin 14326 M. an finanziellen Beiträgen aufgebracht.

Leider wurde auch diese schone Station nnd segcnsvolle Arbeit durch den bösen Aufstand so gut wie vernichtet. Nach der Wiedereinnähme des Platzes durch die deutschen Truppen floh die Hererogemeindc, und nur die Bergdamra blieben zum Teil zurück.

Okombahe.

Dieser Platz liegt etwa 8 Meilen westlich von Omaruru und ebenfalls am Omarurnfluß. Der Name bedeutet Giraffenplatz; denn Giraffen gab es dort in Menge, als die Herero ins Land kamen. Selbst ein Sprichwort