vier Kühe aus einer Herde an einem Abend. Mein Wagen-Hinterochse trug jahrelang solch eine tiefe Narbe mit sich herum, da ihm eines Abends eine Hyäne auf deu Rücken gesprungen war und sich dort festgebissen hatte, bis er in die Werft kam. Noch schlimmer erging es einem starken Herero, Kamuzandu, auf Neu-Barmen, den des Nachts ein solches Raubtier in seinem Pontok in die linke Wange faßte, aus dem Pontok herausriß und erst auf das Geschrei der Leute hin fahren ließ. Ich sah ihn noch 1869 mit seinem ganz zerfetzten Gesicht und seiner halben Nase. Ich selbst erlebte es eines Abends im Mai 1870, als ich mit einigen Herero vor einem Pontok saß, daß eine Hyäne Herbeischlich und ein neben uns liegendes Ochsenfell fortzuziehen versuchte. Die Leute hielten sie erst für einen Hund; als sie das Tier aber erkannten, schlugen sie mit den Kirris darauf los, doch ohne es töten zu können. Mit gewaltigen Sprüngen verschwand es im Dickicht.
Der gewöhnliche Wolf und Freund Reineke, der Schakal, von dem es zwei Arten gibt, tun nur unter dem Kleinvieh Schaden, vermehren sich stark und sind unausrottbar. Fast Jahr um Jahr werden viele teils durch Gift, teils durch Fallen getötet, doch ist eine Verminderung nicht zu spüren. Auch den Luchs (oruIeuönsLkws) findet man in Afrika. Ebenso zwei Arten wilder Katzen (olins), die Silberkatze und die graue Katze. Von den übrigen Tieren seien noch genannt die Klippböcke (oliere), Steinböcke (omllniuäsu) und Hasen (oinlsi). Ein gefährlicher Feind der Gärten und Kornfelder ist der Springhase (onA'uyu), der in Scharen von 20 Stück die Felder heimsucht und die Ähren abfrißt, die Moschuskatze (oiulMssunckg,), welche die frisch bepflanzten Gärten unterwühlt, und der Erdhund (olnilenlia), welcher die Wurzeln der Kürbisse und Kartoffeln abbeißt. Ferner gehören hierher die Baummaus, der Mäusehund, das Eichhörnchen (oruMtzg.) und der kleine Marder (onckoto). Erwähnt mögen auch noch werden das Erdschwein (ombinän) in seinen zwei Arten, der Ameisenbär (onckflindu) und das Stachelschwein (vmlmkutu) mit seinen zwei Arten; die größere wirft dem Feinde ihre 15 em langen giftigen Stacheln entgegen; die kleinere dagegen, eine Jgelart (okutusioni) krümmt sich nur zusammen, wenn Gefahr droht. Ferner der Honigbär oder das Stinktier (onäs^ö) mit seiner 6 ein langen Zunge und seinem furchtbaren Geruch. Von Affen gibt es nur eine große, häßliche Art Paviane hier, die am Pavianskopf und bei Waterberg Hausen und dort als arge Gartenfeinde gefürchtet sind; sie stellen den Perlhühnern nach, fressen aber auch Oindjes und Mäuse und nehmen selbst den Kampf mit dem Tiger auf.
Vogel (oMnckeim).
Auch die Welt der Vögel hat im Hereroland nicht wenige Vertreter. Es gibt ihrer an 150 Arten. Ihr Oberhaupt ist der Strauß, von dem bereits oben die Rede war. Nach ihm kommt der wilde Pfau (stoiiAOwn),