Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
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Dunda; Vitschumba am Albert-Edvvards-See (Stuhlmann).

Ausser in Deutsch-Ostafrika kommt die Art im weissen Nil (Petherick, Günther) und ganz Westafrika vor: Senegal (Steindachner), Liberia (Hubrecht, Steindachner), Gabun (Günther), Kamerun (Peters), Ogowe (Sauvage), Kongo (Sauvage).

Ctenopoma multispine Peters. (Fig. 6.)

Günther Cat. III p. 373. Peters, Mossamb. p. 16 t. 2 f. 3. Günther, Ann. N. H. (3) XX p. 110. Guimaraes, Jorn. Lisb. VIII p. 133, IX p. 33. Sauvage, Bull. Soc. zool. Fr. IX p. 193. Pfeffer, Ostafr. p. 17.

D. 1718 9. A. 9 910. L. 1 . 31. L. tr. 11.

Grünlich mit mehr oder weniger hervortretenden dunkleren Flecken, Bauch silberweiss.

Die Art ist gefunden im Quilimane (Peters, Stuhlmann), portugiesisch Ost­afrika (Guimaraes), Gabun (Günther), Ogowe (Sauvage). Wahrscheinlich wird sie auch in Deutsch-Ostafrika Vorkommen.

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Fig. 6. Ctenopoma multispine.

Familie: Chromidae, Chromisartige Fisehe.

Körper ziemlich hoch, von mittlerer Schlankheit, Kopf und Leib beschuppt mit cycloiden oder ctenoiden Schuppen. Seitenlinie unterbrochen. Der Stachel- theil der Rückenflosse stärker ausgebildet als der strahlige; dieser ähnelt dem Strahlentheile der Afterflosse; drei oder mehr Stacheln in der letzteren. Zähne in den Kiefern klein, keine am Gaumen. Die unteren Schlundknochen ver­wachsen.

Die P'amilie verbreitet sich über das tropische Amerika und West-Indien einerseits und über das gesammte Afrika bis Palästina andererseits; je nach der Bezahnung sind sie Heisch- oder Pflanzenfresser. Aus Afrika sind etliche siebzig Arten beschrieben, in Deutsch-Ostafrika kommen mindestens 27 vor.

Die Fintheilung der afrikanischen Chromiden in Gattungen ist bisher noch zu keinem befriedigenden Abschluss gediehen, noch weniger aber die Kenn­zeichnung der Arten. Es ist dem Schreiber dieser Arbeit trotz des bedeutenden vorliegenden Materiales und trotz des grössten Aufwandes von Mühe und Arbeit nicht gelungen, diesem Nothstande abzuhelfen. Es scheint eine Unzahl von Lokalformen zu geben, deren Merkmale jedoch ihrerseits wieder in ausserordentlich weiten Grenzen schwanken; wahrscheinlich werden ausserdem die Grenzen der Lokalformen bezw. Arten durch zahlreiche Verbastardirungen ineinander geführt; schliesslich aber verändern sich die relativen Merkmale ganz ausserordentlich mit dem zunehmenden Alter, wenn nicht gar noch ein sich mit zunehmendem Alter