Subordnung: Pleurodira..
Familie: Pelomedusidae.
Sternothaerus sinuatus Smith
Tanga; mehrere Indivicl., jung und alt; Oscar Neumann S.
Umgebung des Djipe-Sees; 2 Individ.; v. d. Decken S.; Peters, Decken III, S. 21.
Bukoba am Victoria Nyansa-Westufer; 2 Individ.; Stuhlmann S.
Uganda, Insel Ussi; 3 Individ.; cT u. 9 i Stuhlmann S.
Sternothaerus nigricans Donn.
Tanga in Usambara; 3 Individ., jung und alt; Oscar Neu mann S.
Dar es Salaam; 1 Individ.; Stuhl mann S.
Karagwe, Landschaft am Victoria Nyansa S.-\V.-Ufer; 1 Individ.; Stuhlmann S.
Wawamba-Fähre zwischen Victoria Nyansa und Albert-Edward-See; Schale; Stuhl mann S.
Böhm macht über Sternothaerus folgende Bemerkungen, von denen aber nicht festzustellen ist, auf welche Arten oder Varietäten einer Art sie zu beziehen sind. Er unterscheidet zwei Arten. Eine Art: »Bei Konko in Ugogo häufig, wo Wasser nur sehr spärlich vorhanden war; gräbt sich schnell in Sand ein«. — Zweite Art: »In Unyamwesi, wie alle anderen Schildkröten nur zur Regenzeit zum Vorschein kommend. — Am Tschaia-See fand ich einen sehr grossen und schweren Sternothaerus, welcher mir Sternothaerus emarginata zu sein schien, leider fehlte es an Gelegenheit, ein Exemplar weiter zu transportiren.«
Sehr grosse Sternothaerus sinuatus sind auch die erwähnten vom Djipe-See, wie schon Peters mit folgenden Worten berichtete: »Zwei sehr grosse und alte Exemplare vom Djipe-See, welche von den jüngeren durch die grössere Verlängerung der Vertebralplatten besonders ausgezeichnet sind. Die Länge des Panzers des grössten Exemplars ist 0,385 m, die Breite desselben 0,26 m. Der Schädel hat (vom Condylus occipitalis bis zur Schnauzenspitze) eine Länge von 0,70 m bei einer Breite von 0,60 m.«
Sternothaerus nigricans und sinuatus unterscheiden sich nach Boulenger folgendermaassen:
Charaktere des Sternothaerus sinuatus: Die Oberschnabelfirste hat
vorn an Stelle einer scharfen Kante eine schwache Grube, die durch zwei schwache Wülste begrenzt wird, welche ausserdem, wie zwei stumpfe Zähne, über die Maulöfihung hinüberhängen. Die Interorbitalbreite des Thieres ist beträchtlich kürzer als die Längsnaht zwischen den Frontalschildern. Zweites und drittes Vertebralschild beim erwachsenen Thier annähernd so lang wie breit. Intergular- schild mehr als zweimal so lang als breit. Kopf blassbraun mit dunklen wurmförmigen Zeichnungen.
Bei jungen Thieren ist die Oberschale am hinteren Rand mehr oder weniger gesägt oder eingebuchtet, bei älteren Thieren ist ihr Rand glatt.
Bei Sternothaerus nigricans ist nach Boulenger die Schnabelspitze weder scharf dreieckig zugespitzt, noch an der Firste eingedrückt und mit stumpfen Zähnchen versehen, ihr Rand erscheint vielmehr scharf gegen den Unterkiefer umgeschlagen. Die Längsnaht zwischen den Frontalen übertrifft nicht oder nur schwach die breite des Interorbitalraums. Das Intergularschild ist nicht zwei-