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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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S Ä U G E T II I E R E.

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Gattung: Xantharpyia Gray (1843) Nacht-Flederhund.

Der Schwanz ist kurz und zum Theil in die Schenkelflughaut eingeschlossen. Die Ohren ohne ein Büschel weisser Haare. In der äusseren Gestalt den Epomophorus - Arten ähnlich.

Die Nacht-Flederhunde sind Fruchtfresser, wie die Flederhunde. Einige Arten halten sich während des Tages in Höhlen auf. In Indien hat man beobachtet, dass Nacht-Flederhunde die von der Fluth auf den Strand geworfenen Schalthiere verzehrten.

Die Arten der Gattung Xantharpyia sind über ganz Afrika, Madagaskar, den östlichen Theil des Mittelmeergebietes und Süd-Asien bis Neu-Irland verbreitet.

Schlüssel der Arten.

Körperseiten strohgelb, ein gelbliches Halsband . Palmen-Flederhund. Körperseiten braungrau, ein graues Halsband. . Schmalflügel-Flederhund. Körperseiten silbergraubraun, Behaarung sehr lang * Silberbauch -Flederhund.

( 27 .) Xantharpyia straminea Geoffr. Palmen-Flederhund. Geoflroy St. Hilaire, Ann. du Museum 1810, XV, p. 95.

L. 19; h. 13 cm. Oberseite schmutzig braungrau, oft mit gelbem Ton; Halsband beim Männchen goldgelb, beim Weibchen weisslichgelb. Unterseite schmutzigweiss; Körperseiten strohgelb; Bauchmitte braungrau oder braungelb. Die Flughaut ist ziemlich nahe der Rückenmitte angesetzt, so dass nur ein schmales behaartes Längsfeld auf dem Rücken zu sehen ist.

Sansibar (Kirk), auch durch v. d. Decken im Berliner Museum; ist in Westafrika weit verbreitet und wird sicherlich auch in Deutsch-Ostafrika gefunden werden.

28 . Xantharpyia collaris 111 . Schmalflügel-Flederhund.

Illiger, Abhandl. Akad. Berl. 1815, p. 84.

L. 13; 11.9 cm. Oberseite dunkel braungrau, in dei Halsgegend rein grau; Unterseite schmutzig hell braungrau. Der Hinterrücken zieht ins Rostfarbige.

Tanga (Neumann); Bukoba (Stuhlmann); auch vom Gabun und von Süd­afrika bekannt.

* ( 29 .) Xantharpyia torquata Dobs Silberbauch-Flederhund. Dobson, Cat. Chir. Brit. Mus. 1876, p. 76.

L. 10,6; h. 8,6 cm. Sehr langhaarig; dunkelgraubraun, unten hellgraubraun; Körperseiten weisslich. Alle Haare der Unterseite haben Silberglanz.

Von Stuhlmann bei Karevia am Runssoro gefunden. Diese westliche Form wird möglicherweise auch in Ruhanda leben.

Unterordnung: Microchiroptera. Kleinfledermäuse. Familie: NYCTERIDAE. Hohlnasen.

Ohren gross, mit Ohrdeckel; Nasenlöcher von einem häutigen Anhänge umgeben, auf der Oberfläche der Schnauze.

Schlüssel der Gattungen.

Nasenlöcher in tiefer Längsgrube, welche jederseits mit

rundlichen Anhängen versehen ist.Ilohlnase,

N y c t e r i s.

Nasenlöcher von einem blattartigen Besatz verdeckt . . Ziernase,

Megaderm a.

Ostafrika III, Säugethiere