Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
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Von kleinen Makis sind für Deutsch-Ostafrika nachgewiesen.

20. Galago galago (Schreb.) Grauer Zwerg-Maki.

Schreber. Säugethiere 1806, Taf. 38 B.

L. 17, c. 20 cm. Grau, zuweilen rostfarbig überflogen; Nase und Augen­umrandung weisslich; Schwanz dunkel graubraun; Hinterbeine gelblich; Unterseite weissgrau; Schwanz dünn, sehr lang; Ohren sehr gross.

Ugunda (Böhm), in Ostafrika weit verbreitet.

21. Galago zanzibaricus Mtsch. Gelber Zwerg-Maki.

Matschie, Sitzb. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1893, p. 111.

L. 18, c. 21 cm. Zimmetfarben, bräunlich überflogen, von der Stirn über die Nase eine scharf abgesetzte Binde; Auge von einem dunklen Ringe umgeben; Unterseite weisslich.

Sansibar (Neumann), Kiserawa in Usaramo (Stuhlmann).

Auf Sansibar: »Ndele«.

Es ist möglich, dass diese Form zu dem grauen Zwerg-Maki gehört und dass der Zwerg-Maki im December und Januar gelb, im Juni und Juli aber grau aussieht. Der Ndele soll das Fleich der Mangofrüchte fressen.

In den Stuhlmannschen Sammlungen befinden sich noch zwei weitere Ohren- Maki-Formen, welche im westafrikanischen Faunen-Gebiete gesammelt wurden.

* (22.) Galago pallidus Gray. Spitznagel-Maki.

Gray, Proc. Zool. Soc. London 1863, p. 140, pl. 19.

So gross wie ein Zwerg-Maki, mit rundem Kopf und nach vorn zugespitzten, mit einem mittleren Längskiel versehenen Fingernägeln. Färbung braun; Nasen­streif weiss; Unterseite röthlich grau. Ohren ziemlich kurz. Von Stuhlmann bei Kinyawanga gefunden. Dürfte auch in Ruhanda Vorkommen; bisher sonst nur von der Westküste bekannt.

* (23.) Galago allem Waterh. Allens Maki.

Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1837, p. 87.

L. 22, c. 28 cm. In der Grösse zwischen dem Zwerg-Maki und dem Ohren-Maki. Schwanz sehr lang und ziemlich dicht. Färbung sehr veränderlich. Von Stuhl­mann im Walde bei Andeboko gesammelt, bisher nur von der Westküste be­kannt. Dürfte auch in Ruhanda Vorkommen.

Bei den Vaholi: »Lussira«; bei den Wambuba: »Jbanga«.

Dieses I hier wurde in einer mit reifen Bananen geköderten h alle von Ein­geborenen gefangen und zwei Monate durch Fütterung mit Mais am Leben erhalten.

Dritte Ordnung; Chiroptera. Fledermäuse.

Zwischen den sehr verlängerten Fingern und dem Rumpfe, meist auch zwischen den hinteren Gliedmaassen eine Flughaut; gewöhnlich am Daumen und zweiten Finger je eine Kralle; an allen Zehen Krallen.

Kisuaheli: »Popo«.