Ein Korrelat zu der Katechistenprüfung und ein Mittel, den Eifer rege zu halten, ist endlich der in diesen: Zahre zum ersten Male gehaltene Fortbildungskursus, der sich so bewährt hat, daß er in Abständen von einen: oder zwei Jahren zu wiederholen ist.
Endlich müssen wir auf den: seit sstsO beschrittenen Wege weitergehen und geeignete bewährte Kat echtsten zu Pastoren ordinieren. Wir müssen uns klar darüber bleiben, daß ein eingeborener Pastor auf Jahre hinaus an Bildung nicht entfernt den akademischen Theologen der Heimat erreichen wird. Das kann und soll er nicht. Seine Aufgabe ist's, den Missionar zu entlasten und seiner Eingeborenengemeinde Seelsorger zu sein. Zum zweiten befähigt ihn seine relativ hohe und gründliche Bildung und zum ersten die ihn: zuerkannte Befugnis, seiner eingeborenen Gemeinde mit den Sakramenten zu dienen.
Unser Ziel muß sein, daß jede Hauptstation ihren eingeborenen Pastor hat und daß die unter der unmittelbaren Aufsicht des Missionars bewährten Pastoren später auf die größeren Außen - Plätze gesetzt werden, wo sonst die Anwesenheit des Missionars mehr als tunlich nötig sein würde.
Je besser die Ausbildung der Lehrer und Pastoren ist, um so wirksamer wird ihre Hilfe in theologisch-kirchlicher Arbeit wie bei der Gemeindeleitung, um so näher rückt die Möglichkeit eines synodalen Zusammenschlusses der verschiedenen Stationsbezirke unter Beteiligung der Eingeborenen, d. h. das Ziel einer sich bis auf weiteres unter Leitung der Missionare selbstverwaltenden Ewekirche.
c. Selbstausbreitung.
Auch die Selbstausbreitung gehört zu den: notwendigen Ziel jeder Eingeborenenkirche, so gewiß als das Christentum die Weltreligion sein will und darum der Missionstrieb, wie einst Friedrich Wilhelm IV. an Bunsen schrieb, ein „Lebenssymptom der evangelischen Kirche" ist. Es ist dementsprechend auch immer das Absehen der Missionare gewesen, die Eingeborenen zu missionarischem Wirken zu erziehen und den Zeugengeist in ihnen zu wecken. Bei jeder Heidenpredigt sind Christen, Taufbewerber und Schüler mitbeteiligt. Sie begleiten den Missionar, sie locken durch Lieder oder Posaunen oder Glockenzeichen die Hörer zusammen und sprechen gern hier und da ein Wort der Ermahnung oder des Bekenntnisses. Ja,