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gehalten wird, werden die Schwierigkeiten dauern, die sie heute verursacht, wenn auch in veränderter Form; denn sie ist ein notwendiger Beweis der Auseinandersetzung des lebendigen Christentums mit heidnischer Sitte, gleichsam die Äußerung des Gewissens der christlichen Gemeinde zur Wahrung ihres Bestandes.
4. Die Erziehung der Geineinde zur christlichen Llirche.
Es wäre ein böses Mißverstehen der von dem genialen Leiter der englichen kirchlichen Acissionsgesellschaft Henry Bcnn geprägten und verteidigten Formel von der sich selbst erhaltenden, sich selbst verwaltenden und sich selbst ausbreitenden heidenchristlichen Kirche, h wenn man in diesem dreifachen Ziel das letzte und höchste Streben aller Aussionsarbeit ausgedrückt fände. Organisation ist kein Leben. And wenn Venn sagte: „Sobald dies Ziel erreicht ist, hat die Alission ihr .seliges Ende' (^utkiuiEiu) erreicht," dachte er dabei so wenig an ein Sterben der Alission, daß er vielmehr fortfuhr „und der Alissionar und die missionarische Kraft kann weiter vordringen in die entlegeneren Gegenden." Das Ziel aller lllissionsarbeit bleibt die Seligkeit des einzelnen, aber wie die Einzelnen sich zu Gemeinden zusammenschließen, so die Gemeinden zu einem Kirchenkörper. And dieser ist erst dann ein selbständiger, lebensfähiger Organismus, wenn er nach Benns Formel vermag: sich selbst zu erhalten, zu verwalten und auszubreiten.
Unsere Alissionsgemeinden stehen zum Teil am Anfang, zum Teil in der Alitte dieser Entwicklung, hier liegen Aufgaben von größter Tragweite und Schwierigkeit. Auch ihrer muß ich hier gedenken.
a. Selbsterhaltung.
Bon dem früher herrschenden, in Zndien Alabap- (d. i. Bater- und Alutter-) System genannten, aus der Geschichte verständlichen und einst berechtigten Verfahren, nach dem die Alissionare die Eltern
h ef. 8toek t-tistory of Nie L. tVt. 8. II. 83 ff.