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Gott geweihten Gemeinde zu wahren und zu fördern durch seel- sorgerisch bauende und dein Bösen wehrende Arbeit.
Auch hier liegen allerhand Schwierigkeiten, deren wichtigste sich unter dem Stichwort: „Die Airchenzucht und ihre Probleme"
zusammenfassen lassen.
Z. Die Bewahrung der Gemeinde vor heidnischer Sünde.
Airchenzucht — das Wort hat bei uns in der Heimat keinen guten Alang. In den Großstädten weiß man von Airchen,zucht nichts mehr, und auf dem Lande fällt ein Stück nach dem andern dahin. Und doch, so stark die Gefahr ist, daß die gewordene Airche auseinanderfällt, wenn man in ihr strenge Uirchenzucht üben wollte, die werdende Uirche im Heidenlande kann ohne sie nicht bestehen. Um ihrer selbst willen, damit sie sich als Gott geheiligt wisse, bedarf die junge Christengemeinde einer energischen Reaktion gegen offenkundige Sünden, und nicht nur um ihrer selbst willen, auch um der Heiden willen, damit sie den Gegensatz christlicher 5itt lichkeit und heidnischer Sitte verstehen lernen, und um der einzelnen Glieder willen, denen die Airchenzucht helfen will, vom Fehler frei und der Gliedschaft in der Gemeinde wieder würdig zu werden.
An Anlässen zur Airchenzucht fehlt es leider auch in den Christengemeinden nicht. Die innere Auseinandersetzung mit den Versuchungen des Heidentums dauert fort, auch wenn die Taufe an einem Neubekehrten vollzogen ist. Die heidnische Umgebung bleibt ja, und oft in der unmittelbarsten Nähe. Es gelingt nicht immer, die Christengemeinden an besonderen Plätzen anzusiedeln, und selbst wenn es gelingt — wo gibt es denn in Afrika verschließbare Türen, und wo gibt es ein Uäenschenherz, das die Erinnerungen an die Zeiten der Vergangenheit mit einem Schlage abtun könnte? Das Heidentum kennt keine Scham und kein Verstecken. Die sittliche Verwahrlosung der heidnischen Jugend ist erschreckend. Die ungezügelte Ukenschennatur sucht rücksichtslos ihre Wünsche zu befriedigen. Die neue Zeit weckt neue Begierden. Und manches, was der weiße Wann gebracht hat, war ein Gift für das Volk. Das alles wirkt