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Rinder, sondern auch noch eine beträchtliche Zahl van Erwachsenen entziehen würde, die zur Beaufsichtigung der Rinder während der Zeit des Hauptgottesdienstes daheim bleiben müßten.
b. Das Geineindeleben.
Mährend die Gottesdienstform überall die gleiche sein kann und soll, gleichviel, ob es sich um die Anfänge oder um fortgeschrittenere Btadien der Missionsarbeit handelt, muß das Ge meindelebcn verschiedene Formen annehmen, je nach dem Ent Wicklungsstande der Gemeinde und den äußeren Bedingungen, unter denen sie lebt. Die Gemeinden im Innern, die abseits des großen Rulturstromes stehend in ihren einfachen, patriarchalischen Verhält nissen weiterleben, sind nicht so stark wie die Rüstengemeinden oder die an der Bahn in Gefahr, durch äußere Dinge abgelenkt und zersplittert zu werden. Ihnen genügt es, wenn außer dem sonntags gottesdienst etwa ein Abendgottesdienst in der Woche gehalten wird. Sie sammeln sich ja jeden Morgen und Abend zur gemeinsamen Andacht in der Rapelle und bekommen schon dadurch uud mehr noch dadurch, daß man sie in besonderen neuen Dörfern ansiedelt, ein Bewußtsein ihrer Zusammengehörigkeit gegenüber der heidnischen Majorität in der Umgebung. Ihr Mittelpunkt und Leiter ist auf Außenplätzcn der Lehrer, auf der Hauptstation der Missionar, und dieser kann, da es sich um kleine Häuflein handelt, jeden einzelnen genau kennen lernen, ihm seelsorgerisch nachgehen, ihn wirtschaftlich beraten und sogar in politischen Dingen ihm Weisung geben, wie er der heidnischen und der christlichen Gbrigkeit gehorsam sein soll.
Je weiter sich aber einerseits der Einfluß der neuen Zeit erstreckt und je mehr andererseits sich das Gemeindeleben entfaltet, um so mehr wandelt sich das patriarchaliche Verhältnis, und Umgestaltungen werden nötig.
5o ist's nicht Eucht nach dein europäischen Vereinsleben, sondern harte Notwendigkeit, die schon im Innern, noch viel mehr an der Rüste, dazu treibt, deu Gemeinden besondere „Vereine" anzu gliedern, in denen Gelegenheit ist, den: zersetzenden Einfluß rasch pulsierenden, nicht christlich orientierten Lebens den aufbauenden Einfluß innerer Missionsarbeit entgegen zu setzen. Gft kommt dieser