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Umfang lind hochroter Farbe, der überall mit Zauberschnüren und Amuletten behängen ist. Ein Mann trügt das Ungetüm und läßt es von Zeit zu Zeit auf dem Platze tanzen. Außerhalb der Stadt war das Grab, ein ausgehöhltes Loch, so klein, daß man wirklich nicht wußte, wie es die Leiche fassen konnte. Die Leiche wurde in ein Tuch gebunden und von acht Männern auf dem Marktplatz umhergetragen. Alle Leute kamen herbei, um dem Toten noch Kauris mit auf den Weg zu geben. Auch Speise und seine Pfeife gaben sie ihm mit ins Grab, denn der Weg bis in die Totenstadt ist lang. Als die Leichenträger sich dem Grabe zuwandten, hoben die Leute auf dem Boden umher- gestreute Kauris aus und warfen sie der Leiche nach. Diese sollte er als Wegzehrung für sich mitnehmen oder als Geschenke für früher Verstorbene. Dann ging es im vollen Trabe zur Gruft."
2. Der Schritt aus dem Heidentum ins Christentum.
Eine Missionslehrerin, die nach Indien ausgesandt war, erklärte nach kurzem Aufenthalt in ihrem Arbeitsfeld: „Mädchen in Handarbeit und allerhand anderen Dingen unterrichten, das kann ich zu Hause auch tun, dazu brauche ich nicht nach Indien zu gehen." Ihr war der Zweck des Missionsdienstes nicht aufgegangen. Es ist wahr, das Leben der Missionsarbeiterin besteht in lauter Kleinigkeiten und an und für sich geringen Dingen. Aber über diese hinweg soll sie das große Ziel der Arbeit immer im Auge behalten. Dann lebt ihr inmitten mancher Enttäuschungen die Gewißheit im Herzen, meine Arbeit ist nicht umsonst, es werden Früchte aus ihr hervorgehen. Denn das Evangelium ist eine Kraft Gottes, selig zu machen alle, die daran glauben. Das erste Ziel ihrer Arbeit ist, dieses Evangelium in die Herzen einer Schar von Heidenmüdchen und Frauen zu pflanzen. Das kann deshalb nicht mißlingen, wie gering auch ihre Arbeit sei, weil alle Menschenherzen für das Evangelium geschaffen sind. Aus diesem Grunde werden einige von diesen Heidinnen an das Evangelium glauben, und es wird ihnen die Kraft Gottes werden, die sie selig macht.
Es ist kein leichter Schritt für die Heidin, zum Christentum überzutreten. Viele Frauen denken so wenig über sich selbst nach, daß sie gar nicht wissen, um was es sich handelt, wenn wir ihnen vom Christentum sagen. Sie hören ruhig zu und sagen dann: „NeAdoua, msAdonn" d. h. „ich komme."
Aber es ist ihnen nicht ernst damit. Sie wollen uns nur erst