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unter Schreien und Lärmen bis ans Meer getragen und hineingeworfen. In jedeni Hanse wurden alle Menschen und Gegenstände mit einer Art Erde berührt. Auf diese Weise sollte der Geist der Krankheit aus Keta vertrieben werden und die Einwohner der Häuser davor bewahrt bleiben.
l>) Zaubermittel.
Bor der Ungunst der bösen Götter, Geister, Dämonen und Menschen sucht sich der Togoneger durch allerhand Zaubermittel zu schützen. Er trägt Schnüre mit Kanrimuscheln, Tierhaaren und Bogelfedern um Hals und Arme. Er stellt Rippen vom Palmblatt mit Kanrimuscheln daran gebunden vor die Hüttentür und an den Eingang des Ackers, damit der Hütte Krankheit und Tod fern bleibe und dem Acker Unfruchtbarkeit. Aber er bleibt dennoch ein Mensch, der sich beständig fürchten muß. Er gehört zu den Leuten, die durch Furcht des Todes in ihrem ganzen Leben Knechte sein müssen.
In sorgender Mutterliebe geht eine Negermntter zum Priester und kauft um jeden Preis die Zanberschnüre, mit denen sie ihr Kindlein behängt. „Heute," so wird in einem Briefe berichtet, „brachte man uns ein kleines Mädchen, es sah jämmerlich ans. Es war am ganzen Körper mit Wunden bedeckt. Was war das für eine Arbeit, bis die alle gereinigt waren! Aber schließlich schien sich die kleine Zasi ganz wohl zn fühlen. Sie trug am Hals und an den Armen und Füßen kleine Schnüre mit Kanrimuscheln daran. Ich wußte schon, daß diese Dinge Zanbermittel sind, die die Leute für viel Geld erstehen, um ihre Kinder vor Krankheit zu schützen. Ich sagte daher zu der Mutter des Kindes: „Was hat das zn bedeuten?" ole wie," d. h.
„Gott ist darin," antwortete sie ganz ängstlich. „Nein," sagte ich, „Gott ist nicht in einer Muschel." Ich erzählte ihr von Gottes Allmacht, Gnade, Herrlichkeit und Liebe, so gut ich konnte, und schließlich erlaubte sie mir, die Zanberschnüre abzuschneiden."
c) Die Pricstcrschaft.
In Krankheitszeiten ist cher Neger besonders an den Fetischpriester gewiesen. Eine Heidin in Keta war im Jahre IBLö längere Zeit wegen einer hartnäckigen Krankheit in unserer Behandlung. Als sie genesen war, kam sie eines Tages mit einer großen Holzscheite auf dem Kopfe in mein Zimmer. Unter einem Tuche versteckt, brachte sie mir einen kleinen Lehmgötzen.