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L. Tauffeste.
Unsere schönsten Feste brachten uns die Tanstage. Die ganze Gemeinde feierte mit, wenn in dem mit Blumen geschmückten Gotteshanse die weißgekleideten großen und kleinen Täuflinge unter die Schar der Christen aufgenommen werden konnten. Sie waren durch vorhergegangenen Unterricht in die christliche Wahrheit eingeführt und hatten bei einer Prüfung ihren Glauben bekannt, nun sollten sie durch die Taufe Glieder der Gemeinde Christi werden. Bon einem solchen Taustag erzählt uns ein Brief Schwester Lvttchens vom 29. Juni 1893: „Der 18. Juni war für uns und unsere Kinder, ja, für unsere ganze Gemeinde, ein rechter Freuden- und Festtag; denn an diesem Tage wurden in unserem Gotteshause drei Männer, elf Frauen, zwei Mädchen, unter denen unsere Ametoche, sowie zwölf Kinder getauft. Ja, das war ein herrliches Fest. Unsere Morgen- andacht mit den Kindern begannen wir mit dem Liede „Lobe den Herrn, o meine Seele," und ein Loben und Danken erfüllte an jenem köstlichen Tage wohl unser aller Herzen. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn des Morgengottesdienstes fanden sich die Frauen mit ihren Kindern bei uns zusammen und gingen von uns zu Missionar Däuble, mit dem sie dann znr Kirche kamen. Ganz festlich sah es aus, als die Täuflinge alle, groß und klein, in ihren weißen Taufkleidern daherkamen. Die kirchliche Feier war ganz schlicht, aber erhebend. Der eingeborene Lehrer Andreas Aku predigte sehr ernst über den Text Röm. 6, 3—8. Darauf folgte die Taufhandlung, die Missionar Däuble hielt. Besonders lieblich war es, wenn die Mütter, nachdem sie selbst getauft waren, nun auch ihre Kindlein herzu- brachten. So kau: Kpvkplvkpo, Zokplames Mutter, mit drei Knaben, die die Namen Thomas, Benjamin und Samuel erhielten. Daniel Kwamis Frau wurde mit ihrem Kindlein getauft, ebenso die Frau von dem Lehrer Hermann Jvyo. Als unsere liebe Ametoche niederkniete, um getauft zu werden, warmem Herz bewegt. Sie erhielt den dünnen Hanna. Möchte der Herr sie treu erhalten. Zokplame ist zu groß, um als Kind getauft zu werden und noch nicht erwachsen genug, um selbst eine Entscheidung zu treffen. Darum muß sie noch warten. Nachmittags war im Strandhause eins der Schulzimmer wunderhübsch mit Palmen geschmückt und darin eine festliche Tafel gedeckt. Da versammelten sich die Nengetanften mit Christen aus unserer Gemeinde. Es gab Hühnersuppe mit Reis, auch kleine Kuchen und Ananas. Es wurde gesungen und einzelne