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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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e) Weihnachten in Keta.

^ Am schönsten war aber ahne Frage stets das Weihnnchts- fest inmitten unserer Kinderschar in Keta. Wir hatten einen Baum im Garten, der sich jedes Jahr im Jnni mit den schönsten, roten Blüten schmückte. Es war eine Poentiana, deren zart gefiedertes Blatt an das der Akazie erinnert. Dieser Baum gab uns mit seinen farbenprächtigen Blumen jährlich das Zeichen, daß die Zeit gekommen, unsere Weihnachtswünsche in die Heimat zu senden. Da für Besorgung der Sachen immer einige Zeit nötig war, mußte dieses spätestens im Juli geschehen. In einem solchen Bittbriefe heißt es:

Liebe Europalente!

Die Bettlerin aus Afrika,

Die euch bekannt, ist wieder da Und bittet euch, so sehr sie kann,

Ach, hört doch ihre Bitten an.

Wir haben Kinder, braun und fein,

Mehr als zweihundert inögen's sein,

Die wir zur lieben Weihnachtszeit Mit einer Gabe gern erfreut.

Doch gar nichts ist in uns'rer Hand,

Wir haben Palmen nur und Sand.

Ihr aber habt so viele Sachen,

Die Kindcrherzen Freude machen,

Wie Puppen, Bücher, Federkästen,

Trompeten auch, die allerbesten.

O, bitte, schickt uns doch von allen,

Das wird den Kindern Wohlgefallen.

Hell werden ihre Augen glänzen,

Gewiß, ihr Dank kennt keine Grenzen,

Den sie dann euch Europalenten Bewahren werden alle Zeiten lind eure treuen Liebeshände,

Die für uns offen ohne Ende,

Die werden durch die ird'schen Gaben Gar manches Herz mit Liebe laben.

Und Heiden, die in Finsternissen Noch nichts von ihrem Heiland wissen,

Erkennen:Wir sind nicht verloren,

Auch uns ist Christus heilt' geboren."

Nun will ich denn die Wünsche nennen,

Die Nils so sehr im Herzen brennen.

Es scheint, als hätten sie kein Ende,

Doch sind sie auch für viele Hände.

Auch muß ich gleich noch etwas sagen,

Ich glaube wohl, ich darf es wagen,

Wir haben mehr als hundert Knaben,

Die müssen auch doch etwas haben.

Und jedes Kind ist ganz zufrieden,

Wenn ihm nur ein Geschenk beschiedcn.