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und Hanna selbst wäre am liebsten gleich mit uns gegangen. Es war rührend zu sehen, wie sie sich über unser Kommen freute. Da erschien die alte Großmutter, eine Stockheidin. Die Sache wurde ihr vorgelegt, aber sie wollte nichts von Hannas Gehen wissen. Wir erklärten ihr wiederholt, um was es sich handle und baten sie um ihre Einwilligung. Sie aber blieb gegen alle unsere Bitten taub, ja erklärte rund heraus, Hanna habe nicht nötig, Lesen und Schreiben und Nähen zu lernen. Das seien Beschäftigungen für Männer. Die Großmütter haben im Ewelande das große Wort. Wir sahen ein, daß vorläufig nichts weiter zu machen war und verabschiedeten uns. Als wir abfuhren, stand Hanna noch lange am Strande und winkte und sah uns nach. Aber umsonst war unser Besuch in Kedzi doch nicht, denn nach einigen Tagen erschien Hanna in Keta, um nun endgültig bei uns zu bleiben.
<1) Zu Tauffesten.
Zu den schönsten Ausflügen haben sich die Besuche der Tauffeste auf den Außenstationen herausgebildet.
Am 20. November 1898 fand die erste Taufe in Sadame, einem Dorfe, jenseits Anyakos an der Lagune gelegen, statt. Es war das erste Mal, daß unsere Schülerinnen an einem solchen Feste teilnahmen. Am Tage vor der Taufe brachen ihrer zweiunddreißig unter der Führung von Missionar Spieß in Keta auf. Ein kleines Kanoegeschwader führte sie über die Lagune nach Anyako. Dort wurde im Missionsgehöft übernachtet, und am nächsten Morgen wanderte die Schar nach Sadame. Hier verschönten sie die Tauffeier durch ihren Gesang. Am Nachmittag zogen die Neugetauften mit der Anyakogemeinde aus die Dörfer in der Umgegend, wo Missionar Spieß und der Lehrer den Heiden predigten. Da gab es wieder große Verwunderung über die Mädchenschar. Es kamen viele Leute zusammen, nur sie singen zu hören, und man konnte einer großen Zuhörerschaft predigen. Besonders die Leute in Tsiame, einem kleinen Dorfe bei Sadame, sprachen immer wieder ihre Verwunderung aus, daß nicht nur Männer und Knaben, sondern auch Frauen und Mädchen Gottes Wort lernen. Am Abend des dritten Tages kehrten unsere Mädchen, fröhlich singend, im Mondenschein nach Keta zurück. Sie brachten uns eine Wildente und einen Ziegenbock als Dankesgeschenke der Sadameer,