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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
210
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8. Ausflüge, rr) Zu Heidenpredigtcn.

Solange unsere Mädchen noch die Knabenschule besuchten, also in den ersten Anfangsjahren, hatten sie am Mittwoch nachmittag den von der Schule unter Leitung des eingeborenen Lehrers ausgeführten Predigt-Ausflug mitzumachen. Dieser ging entweder nach Vodza oder nach Dzelukowe oder in eins der auf dem Wege liegenden Dörfer. Nachdem eine Glocke die Heiden zusammengerufen, sangen die Schulkinder einige Lieder, denen die Leute sehr gern lauschten, dann redete der Lehrer zu ihnen. Als ihr Landsmann war er im Vorteil und konnte leichter, von ihren Anschauungen ausgehend, sie in neue hinein­führen. Uns Schwestern war der schulfreie Nachmittag sehr willkommen, wie wir das aus einem Briefe ersehen. Dort heißt es:Heilte ist Mittwoch nachmittag, und dieser war nicht nur für die Schulkinder zur Zeit Friedrichs des Großen eill freier Nachmittag, sondern ist es auch noch im neunzehnten Jahrhundert für die Schwestern in Keta. Und zwar hängt das so zusammen. Die unteren Klassen der Elementarschule begleiten an diesem Tage den Lehrer in eins der benachbarten Dörfer zur Heidenpredigt, und auch unsere Mädchen nehmen an diesen Gängen mit' besonderer Freude teil. Um zwei Uhr wird aufgebrochen und um fünf oder sechs Uhr kommen sie zurück. Gewöhnlich bringen sie Kokosnüsse oder sonstige Früchte, die es in den Dörfern reichlicher gibt als hier, mit und haben an diesen Wegen dieselbe Freude, wie wir sie früher auch hatten, wenn es einmal aus der Stadt aus das Land ging. Ich hoffe immer, den Größeren wird auch die wirkliche Bedeutung des Weges ein wenig verständlich. Bei uns aber ist es an diesen Nachmittagen einmal sehr schön still, und wir kommen zu vielen: Nötigen, das sonst unterbleiben muß."

Wenn in Keta am Sonntag nachmittag der Frauen-Unter­richt beendet war und die Kinder vom fröhlichen Spiel aus dem

Der Vodzaweg.