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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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schenkte. Niemand war an der Lagune zum Empfang. Aber um so freudiger war die Begrüßung im Hause. Lottchens freu­dige Ueberraschung, als ich ihr plötzlich oben auf der Veranda des Hauses entgegentrat, war groß. Was hatten wir uns von den Erlebnissen der letzten Zeit alles gegenseitig mitzuteilen! So recht aus eigener Anschauung hatten wir es erfahren,die Wege des Herrn sind wunderbar." Und wir getrösteten uns nun des Schlußwortes,aber er führt es herrlich hinaus." Die durch Krankheit so lange unterbrochene Arbeit wurde wieder auf­genommen. Unter den Kindern gab es eine Sichtung; es mußten zwei entlassen werden. Nachdem alles wieder in rechten Gang gebracht, auch Schwester Christine am 28. März mit Freuden wieder in Keta begrüßt werden konnte, feierten wir drei Schwestern am 29. März dankbaren Herzens ein fröhliches Osterfest.

d) Schwere Fieberzeiten.

Es gab Zeiten, in denen das Klimafieber häufiger auf­trat und mehr Erkrankungen unter den Europäern vorkamen. In eine solche schwere Zeit trat Schwester Emmy Buhr, Schwester Jdas Nachfolgerin, ein. Am Tage ihrer Ankunft in Keta, am 20. September 1891, war in Keta ein katholischer Pater gestorben, bei dessen Pflege nur Schwestern behilflich gewesen. Und als Schwester Emmy am zweiten Morgen in Keta erwachte, erfüllte lautes Weinen das Hans. Missionar Längte war gestorben, im Jahre 1891 unter den Missionaren in Keta schon das zweite Opfer des Klimas, denn am 28. Mai war Missionar Knüsli mitten aus seiner reichen Arbeit ab­gerufen. So war der neuen Schwester erster Ausgang in Keta der Weg nach dem Kirchhof zur Beerdigung des Heimgegangenen Missionars.Der Herr tut die Arbeit hier auf eine wunder­bare Weise, aber er tut sie," lesen wir zu dieser Zeit in ein-em Briefe. Und an anderer Stelle:Sie können immer an uns denken, als an solche, die mit dem ganzen Harnisch Gottes ge­rüstet stehen müssen. Aber, der uns zu diesem Kampfe berufen, ist bei uns im Streit."

Auch das Jahr 1893 hatte eine besonders ungesunde Zeit. In Togo und an der Goldküste kamen viele Fiebererkranknngen vor, die tödlich verliefen. Die Eingeborenen suchten die Ursache dieser Erscheinung in den Wasserverhältnissen jenes Jahres. Die Regenzeit brachte ganz außergewöhnlich viel Regen. Eine der

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