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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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5. Als die Sterbenden, und siehe, wir leben.

N 666886 68 t, V1V6I'6 HON 68 t."Zur See fahren ist nötig, zu leben nicht." Also steht über dem See» fahrtshanse in Bremen geschrieben. Man könnte das Wort auch so prägen:Mission treiben ist notwendig, leben nicht." Schiff­fahrt kann nicht ohne Darangabe des Lebens getrieben werden, Mission auch nicht.Er ist es wert, daß man ihn ehrt und sich in seinem Dienst verzehrt!" Ohne diese Ge­sinnung kann niemand in der Mission arbeiten. Sie fordert das Ganzopfer eines Lebens.

Als wir, meine Schwester Lottchen und ich, im Oktober 1889 vor versammeltem Vorstände in Bremen unsere Instruktion erhielten, da sagte unser verehrter Herr Präses Schröder in seinem Abschiedsworte au uns:Mission ist Passion." Von der Wahrheit dieses Wortes haben wir Schwestern in den zwanzig Jahren ein gut Teil erfahren. Es ist durch viel Krank­heit und Not gegangen, ja auch der Tod hat unser Haus nicht verschont. Es hat Zeiten gegeben, in denen es schien, als ob die Arbeit wegen Mangels an Arbeiterinnen nicht fortgeführt werden könne. Aber in all diesen Trübsalszeiten tönt uns aus den Briefen der Schwestern immer wieder die Bitte entgegen: Gebt unsere Arbeit nicht auf!" Sie darf nie aufgegeben werden. Gott wird uns zur rechten Zeit Hilfe senden. Das ist ganz gewiß." Es ist durch manche dunkle Tiefe gegangen, aber immer wieder hat uns Gottes starke Hand errettet, und wir konnten getrost sprechen:Als die Sterbenden, und siehe, wir leben."

Vor zwanzig Jahren erforderte das Klimafieber in Togo und auf der Goldküste sehr viel mehr Opfer als jetzt nach der Einführung der prophylaktischen Chiningabe. Der Gesunde nimmt jeden Tag 0,2 Zr oder jeden siebenten Tag 1 Zr und den darauffolgenden noch einmal 1 Zr oder 0,5 Zr Chinin. Wird dadurch einem Fieberanfall auch nicht ganz vorgebeugt, so wird seine Wirkung doch abgeschwächt. Der Erfolg ist er­staunlich. Von großer Bedeutung ist es auch, daß überall die Moskito, welche den Fieberstoff von Mensch zu Mensch über­trägt, durch Entziehung ihrer Brutstätten, Pfützen und Tümpel, soviel als möglich unschädlich gemacht wird. Sanitütsbeamte wachen über die Reinlichkeit in Gehöften und Häusern. Nir­gends darf stehendes Wasser gesunden werden, sei es in offenen, flachen Gefäßen oder Wasserlachen. Die für den Haushalt nötigen Tanks sind immer mit einem Deckel versehen, auch